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Autor: (steine-und-minerale.de) | Letzte Aktualisierung: 01.03.2021


Sinhalit

Sinhalit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: sinhalite | französisch: sinhalite


Über die Entdeckung von Sinhalit wurde unter dem Titel „Sinhalite (MgAlBO4), a new mineral“ erstmals im Jahr 1952 berichtet, wobei als Ort des Fundes Ratnapura auf Sri Lanka genannt wurde. In Anlehnung an die Typlokalität erhielt das Mineral den im Sanskrit (Sprache, die in Indien gesprochen wird) geläufigen Namen für Sri Lanka Sinhala Sinhalit.


Eigenschaften von Sinhalit

Sinhalit ist ein Boratmineral mit der chemischen Zusammensetzung MgAlBO4.

Die Farbe von Sinhalit ist sehr variabel. Neben farblosen Exemplaren ist Sinhalit ebenso von hellgelber, rosa, hell bis dunkelbrauner, grünbrauner Farbe. Aufgrund der Farbvielfalt wurde der erste in Europa von Max Hey (1904 bis 1984; britischer Mineraloge) und Gordon Frank Claringbull (1911 bis 1990, britischer Mineraloge) zunächst für einen Olivin gehalten.
Die Strichfarbe von Sinhalit – der pulverisierte Abrieb, der erscheint, wenn ein Mineral über ein unglasiertes Porzellantäfelchen gestrichen wird – ist weiß.

Sinhalit kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem, wobei die Kristalle von glas- bis wachsartigem Glanz bei durchsichtiger Transparenz sind. Der Bruch des Minerals ist halbmuschelig, die Spaltbarkeit ist nicht vorhanden.

Sinhalit weist eine Mohshärte von 6,5 bis 7 auf der 10-stufigen Skala der Härte von Mineralien nach dem Mineralogen Friedrich Mohs (1773 bis 1839) auf, sodass die Härte von Sinhalit mit der von Quarz vergleichbar ist. Die Dichte beträgt 3,48 bis 3,5 g/cm³.


Entstehung und Verbreitung von Sinhalit

Die weltweit übersichtlichen Vorkommen von Sinhalit stehen im Zusammenhang mit Gesteinen metamorphen Ursprungs; namentlich z.B. Marmor oder Skarn.
Nennenswerte Vorkommen des seltenen Minerals befinden sich außer in Sri Lanka in Mogok/Myanmar, Anosy/Madagaskar, Tansania sowie Ontario/Kanada.


Bedeutung und Verwendung von Sinhalit

Aufgrund der wenigen Fundorte ist Sinhalit weniger von wirtschaftlicher Bedeutung; vielmehr wird der Stein als facettierter Schmuckstein angeboten oder als Sammlermineral geschätzt.


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Quellen:
Claringbull, G. F. und Hey, M. (1952): Sinhalite (MgAlB04), a new mineral. IN: Mineralogical Magazine and Journal of the Mineralogical Society. Vol. 29
www.mindat.org - Sinhalite
www.nmnhs.com - Sinhalite


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