Logo steine-und-minerale.de

Gold als Mineral für Schmuck





Ohrringe aus Gold

Warum das Mineral in der Schmuckbranche besonders beliebt ist

Das Mineral Gold ist ein sehr beliebtes Material für die Herstellung von Schmuck. In diesem Artikel befassen wir uns mit den Gründen für die unangefochtene Beliebtheit von Gold in der Schmuckindustrie und gehen insbesondere auf die bemerkenswerte Geschichte von Goldohrringen als eine der traditionellsten Arten, Goldschmuck zu tragen, ein.
Ohrringe aus Gold sind tatsächlich eine der ältesten Formen von Schmuck und haben eine lange und vielseitige Geschichte in allen Kulturen. Goldohrringe werden seit Jahrhunderten als Symbol für Status, Reichtum, Spiritualität, Macht und Schönheit getragen. Wenn es um Ohrringe geht, ist Gold für viele Menschen das Metall der Wahl. Es sieht nicht nur wunderschön aus, sondern eignet sich aufgrund seiner Eigenschaften auch hervorragend für die Schmuckherstellung.


verschiedener Goldschmuck Bild 1: Gold wird seit Jahrhunderten zur Herstellung von Schmuck verwendet.


Das Mineral Gold

Ein Mineral ist ein natürlich vorkommender Feststoff mit einer bestimmten chemischen Verbindung und einer geordneten Anordnung der mineralbildenden Atomen, das Kristallgitter. Minerale entstehen durch verschiedene geologische Prozesse, wie die Kristallisation aus Magma oder aus flüssigen Lösungen. Zugleich ist Gold ein natürlich vorkommendes chemisches Element, das aufgrund der anorganischen Zusammensetzung und kristallinen Struktur als Mineral eingestuft wird; Im Konkreten: Mineralklasse der gediegenen Elemente. Im Periodensystem der Elemente findet sich Gold unter dem chemischen Symbol Au unter der Ordnungszahl 79 wieder.
Gold weist beeindruckende Eigenschaften auf, weshalb das Edelmetall in der Schmuckindustrie sehr geschätzt wird. Die leuchtend gelbe Farbe, die Formbarkeit und die Widerstandsfähigkeit gegen Anlaufen sind das Ergebnis der atomaren Struktur und goldeigenen Elektronenkonfiguration.
Gold wird durch verschiedene Methoden gewonnen, z.B. durch Goldwaschen oder untertage im Bergbau, ist dabei aber auch relativ selten. Diese begrenzte Verfügbarkeit steigert die Begehrlichkeit und letztendlich auch den Preis.


Die Geschichte und kulturelle Bedeutung von Ohrringen

Goldohrringe blicken auf eine symbolträchtige Geschichte zurück, die bis in prähistorische Zeiten zurückreicht. So wurden in längst vergangenen Tagen in verschiedenen asiatischen Kulturen Ohrringe getragen, da diese Form des Schmuck im alten Asien eine große kulturelle und soziale Bedeutung spielte. Damals wurden Ohrringe in Indien, China und Persien sowohl von Männern als auch von Frauen als Symbole für Reichtum, Zugehörigkeit zu einem bestimmten Stand und aus spirituellen Gründen getragen. Aufwändig gearbeitete Ohrringe mit kostbaren Edelsteinen wie Jade besetzt und komplizierte Muster waren sehr beliebt und spiegelten die künstlerischen und kulturellen Traditionen der jeweiligen Region wieder. Ohrringe spielten auch bei religiösen Praktiken eine Rolle und standen für Hingabe und göttliche Verbundenheit.

Auch in Europa, insbesondere im Alten Griechenland, und im Besonderen bei den Kulturen der Minoer und Mykener, die in der Bronzezeit ihre Blütezeit erlebten, wurden wurden aufwändig gestaltete goldene Ohrringe getragen, um damit Reichtum, Status sowie Schönheit zu präsentieren.

Im Laufe der Jahrhunderte kamen Goldohrringen je nach Kultur verschiedene Bedeutungen zu. Sie wurden immer wieder mit Macht, Spiritualität, dem Ausdruck des sozialen und finanziellen Status und sogar mit dem Schutz vor bösen Geistern in Verbindung gebracht.

So verwundert es auch nicht, dass Ohrringe aus Gold auch bei Seefahrern beliebt waren.
Der Hintergrund: Der Aberglaube, Gold würde Piraten Glück bringen und die Sehkraft verbessern. Wenn Piraten starben, wurde der Goldohrring verwendet, um die Beerdigung zu bezahlen. Diese Tradition setzte sich dann bei anderen Seefahrern, insbesondere bei Fischern, fort. Auch heute noch tragen einige Fischer Ohrringe aus Gold mit ihren Initialen. Während der Ohrring früher zu Identifizierung sowie als Zahlungsmittel für die letzte Ruhe diente, hat er heute vor allem eine kulturelle, traditionelle Bedeutung.

Der Zauber und die Attraktivität goldener Ohrringe hält bis heute an. Sie faszinieren nach wie vor durch Eleganz und zeitlose Ausstrahlung. Ob als modisches Statement, kulturelles Symbol oder sentimentales Erbstück – goldene Ohrringe sind ein geschätztes Accessoire, das Generationen überdauert und uns mit der Vergangenheit verbindet, während es gleichzeitig den modernen Stil ergänzt.


Gold ist eine beliebte Wahl für die Schmuckherstellung

Gold ist aufgrund der einzigartigen Eigenschaften auch heute noch das Metall der Wahl für die Herstellung von Schmuck. Gold hat eine luxuriöse Ästhetik, die nie aus der Mode kommt. Der glänzende Goldton ergänzt jedes Outfit und verleiht jedem Look ein zeitloses elegantes Finish.

Bereits seit der Antike wird Gold zu Schmuck verarbeitet und ist auch heutzutage für Menschen rund um den Globus wegen der klassischen Schönheit und prunkvollen Symbolkraft attraktiv. Dass sich Gold über Jahrzehnte hinweg für die Herstellung von Schmuck etabliert hat, hängt mit folgenden Eigenschaften zusammen:

  1. Langlebigkeit: Gold ist sehr widerstandsfähig gegen Anlaufen, Korrosion und Rost, so dass Schmuck aus Gold seine Schönheit und seinen Glanz über lange Zeit bewahrt. Außerdem ist es relativ kratzfest, so dass es dem täglichen Verschleiß standhält. Wenn man Goldschmuck gut pflegt, kann er wahrscheinlich auch noch an die nächsten Generationen weitergeben werden.
  2. Verformbarkeit: Gold ist ein sehr formbares Metall. Das heißt: es lässt sich leicht in komplizierte Formen bringen. Juweliere können der außergewöhnlichen Formbarkeit von Gold, sog. Tenazität, filigrane Arbeiten, detailreiche Gravuren und komplizierte Muster herstellen.
  3. Farbliche Vielseitigkeit: Gold kann mit anderen Metallen legiert werden, um verschiedene Farben und Variationen zu erzeugen. So entsteht beispielsweise Weißgold durch die Legierung von Gold mit Weißmetallen wie Palladium oder Nickel, während Roségold durch die Kombination von Gold mit Kupfer hergestellt wird. Diese Vielseitigkeit ermöglicht abwechslungsreiche Designs für jeden Geschmack bzw. individuelle Vorlieben.
  4. Seltenheit und Wert: Wegen der Seltenheit und der begrenzten natürlichen Ressourcen ist Gold seit jeher ein hochgeschätztes Metall. Der materielle und kulturelle Wert verleiht Goldschmuck ein Gefühl von Prestige und Begehrlichkeit.
  5. Hypoallergene Eigenschaften: Da reines Gold hypoallergen ist, eignet es sich hervorragend für alle mit empfindlicher Haut oder Allergien. Es ist unwahrscheinlich, dass es Reizungen oder allergische Reaktionen hervorruft, weshalb Gold als sicheres Metall in der Beziehung Haut-Schmuck eingestuft wird.

All diese Eigenschaften und Vorteile tragen zur anhaltenden Beliebtheit von Gold in der Herstellung von Schmuck bei und sind der Grund, weshalb wertig gearbeiteter Goldschmuck zeitlos ist und auch in Zukunft aus der Schmuckbranche nicht wegzudenken ist.


Perlenohrringe Bild 2: Mit Edelsteinen und Perlen wird Goldschmuck noch schöner und individueller


Ohrringe aus Gold mit Edelsteinen und Perlen

Goldschmuck wird oft zusammen mit den verschiedensten Edelsteinen und Perlen kombiniert, um die Schönheit von Goldschmuck zu unterstreichen und diesem zusätzlichen Charme verleiht.
Wenn es um Ohrringe aus Gold geht, können diese Verzierungen ein ganz neues Niveau an Eleganz und Raffinesse erreichen. Die folgenden Edelsteine werden besonders häufig zur Verzierung von Ohrringen aus Gold verwendet.

  1. Diamanten, die für ihren Glanz, das Feuer und ihre Seltenheiten bekannt sind, werden oftmals gewählt, um die die Schönheit von Ohrringen aus Gold zu betonen. Ihre Brillanz verleiht Goldohrringen Glamour und Luxus.
  2. Rubine symbolisieren mit ihrem leuchtenden Rot Leidenschaft und Liebe und sind daher eine beliebte Wahl, um goldenen Ohrringen einen auffälligen Farbakzent zu verleihen.
  3. Smaragde stehen mit ihrem satten Grünton für Wohlstand und Vitalität und verleihen einen eleganten Hauch von naturinspirierter Schönheit.
  4. Saphire, die in der Farbpalette von Blau, Rosa, Violett, Grün und Gelb vorkommen, bieten Vielseitigkeit, wobei vor allem royalblauer Saphir in Goldohrringen eine königliche Ausstrahlung bewirkt.
  5. Perlen sind für Ohrringe aus Gold der Klassiker überhaupt, verleihen jedem Look Eleganz, Luxus und das Besondere.

Mit der Kombination exquisiter Edelsteine und Perlen mit der Schönheit von Gold werden Ohrringe aus Gold zu mehr als nur einem Accessoire; sie werden zu tragbaren Kunstwerken, die Ästhetik ausstrahlen, die Essenz des Stils und der Persönlichkeit der Trägerinnen und Träger einfangen. Der Glanz, die Farben und die Reinheit von Edelsteinen sind ein perfekter Partner für Ohrringe aus Gold. Ob Diamanten oder Perlen, Rubine oder Saphire – jeder Stein hat seinen eigenen, einzigartigen Charme, und im Zusammenspiel mit Gold werden Edelsteine und Perlen in luxuriöser Harmonie zu unvergleichlicher Schönheit und Finesse vereint.


Auch interessant:


Quellen:
⇒ Valmont de Bomare, J.-C. (1769): Gold. IN: Herrn Valmont von Bomare Mineralogie, oder Neue Erklärung des Mineral-Reichs darinnen jeder zu diesem Reich gehörige Cörper in die natürlichste Ordnung gestellet, auch desselben Eigenschaften und Gebrauch angezeiget werden, mit Tabellen, aus dem Französischen übersetzt. Zweyter Theil
⇒ Wallerius, J. G. (1783): Mineralsystem, worin die Fossilien nach Klassen, Abtheilungen, Gattungen, Arten und Spielarten angeordnet, beschrieben und durch Beobachtungen, Versuche und Abbildungen erläutert werden. Erze und Steinwüchse
⇒ Macquer, P. J. (1789): Gold. Aurum. Sol. Or. IN: Chymisches Wörterbuch; oder, Allgemeine Begriffe der Chemie nach alphabetischer Ordnung.
⇒ Werner, A. G. (1820): Herrn Bergrath Werner's Leztes Mineral-System
⇒ Kluge, F. (1889): Gold. IN: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache
⇒ Bauer, M. (1896): Gold. IN: Lehrbuch der Mineralogie
⇒ Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München
⇒ Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
⇒ Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München>
www.mindat.org - gold
⇒ Bildquelle: 1. www.pexels.com | 2. https://unsplash.com


Letzte Aktualisierung: 10. November 2023




Unsere Empfehlung

Edel- und Schmucksteine von W. Schumann

Buch Edelsteine und Schmucksteine

Mehr Details


angeboten bei Amazon

Mineralien Quiz

Kennen Sie sich aus in Mineralogie und Geologie? Dann testen Sie Ihr Wissen in unserem Mineralien-Quiz!

Zum Quiz

Mineralien-Steckbriefe