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Laumontit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Laumontit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

Namenspate des Minerals Laumontit ist der französische Mineraloge Francois Pierre Nicolas Gillet de Laumont (1747 bis 1834). Er war es, der Laumontit 1805 in Huelgoat im Westen Frankreichs entdeckte. Die Benennung selber erfolgte durch den französischen Mineralogen René-Just Haüy (1743 bis 1822).

Eigenschaften
Laumontit ist ein Silikatmineral, dessen Zusammensetzung wie folgt beschrieben wird: CaAl2Si4O12·4H2O. Innerhalb der Mineralklasse der Silikate wird Laumontit den Zeolithen zugeordnet, speziell den Faserzeolithen.
Laumontit ist farblos oder von weißer Farbe, kann aber auch bräunlich, gelblich, gräulich oder hellrosa getönt sein, Die Strichfarbe ist weiß.
Laumontit kristallisiert im monoklinen Kristallsystem und bildet prismatische, langsäulige Kristalle, die zu radialstrahligen, faserigen oder massigen Aggregaten angeordnet sind. Auffällig an Laumontitkristallen sind die Riefen am Kristall, die in Längsrichtung verlaufen.
Der Glanz des Zeolith-Minerals ist variabel, kann sowohl matt, aber auch glas- oder perlmuttartig sein. Die Transparenz von Laumontit unterliegt Änderungen, die sich mit dem Wassergehalt bzw. –verlust von Laumontit erklären. Während jüngere Exemplare von durchsichtiger Transparenz sind, geht der Wasserverlust älterer, nicht richtig gelagerter Laumontite mit einer undurchsichtigen Trübung einher. Laumontit weist eine vollkommene Spaltbarkeit auf, der Bruch ist uneben bis spröde. Die Mohshärte beträgt 3 bis 4 bei einem spezifischen Gewicht von 2,2 bis 2,4.

Entstehung und Verbreitung
Laumontit ist hydrothermalen Ursprungs und kristallisiert aus entsprechenden Lösungen bei Temperaturen von ca. 155 bis 180 °C aus. Vornehmlich ist Laumontit als Füllung in Basalten zu finden, entsteht aber auch auf Klüften oder Erzgängen – so auch im Fall der Typlokalität (Ort des ersten Fundes), bei dem es sich um eine Bleilagerstätte handelte.
Begleitet werden die Vorkommen von Laumontit von weiteren Zeolithen, aber auch von Calcit oder Chlorit.
Laumontit ist weltweit recht häufig verbreitet, zu finden bspw. in Island; auf den Färöer-Inseln; in Norwegen; Schweden; Schottland; England; Frankreich; Belgien; Halle, St. Andreasberg, Sauerland, Odenwald und Oberwolfach/Deutschland; Zermatt, Lötschental, Tessin/Schweiz; Hohe Tauern, Klagenfurt, Moschkogel, Stubalpe, Weiz, Dunkelsteinerwald, Schrems/Österreich; Tschechien; Slowakei; Polen; Italien; Ungarn; Rumänien; Bulgarien; Tansania; Madagaskar; Südafrika; Russland; Kirgisistan; Indien; China; Japan; Australien; Neuseeland; Ecuador; Puerto Rico; Mexiko; Kanada und in den USA.

Verwendung
Laumontit wird mitunter in Wasserenthärtern eingesetzt. Als Mineral für Sammlungen sollte Laumontit Empfehlungen von www.mindat.org feucht aufbewahrt werden, um zu verhindern, dass Kristallwasser verloren geht und Laumontit pulverartig zerfällt.

Nachweis
Laumontit löst sich in Salzsäure auf, bildet dabei eine Art Gel, die sich gelb verfärbt. Und wie andere Zeolithe auch, fängt Laumontit ebenso an zu schäumen, wenn dieser vor dem Lötrohr erhitzt wird.

Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
Okrusch, M. und S. Matthes (2009): Mineralogie: Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde. Springer Verlag Berlin Heidelberg
- www.mindat.org

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