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Levyn Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Levyn - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: levyne


Das Mineral Lévyn – benannt nach dem französischen Mineralogen Armand Lévy (1794 bis 1841) – wurde zweimal entdeckt. Der Grund dafür ist, dass es sich bei Lévyn um eine Serie, bestehend aus zwei Mineralen, handelt. Die Variante mit Calcium-Vormacht wurde 1825 erstmals auf Sandoy, einer Insel der Färöer-Inseln gefunden, während natrium-dominierender Lévyn 1997 in Chojabaru im Süden Japans entdeckt wurde.


Eigenschaften von Lévyn

Die Lévyn-Serie wird durch die beiden Minerale
⇒ Lévyn-Ca – (Ca,Na2,K2)[Al2Si4O12]·6H2O sowie
⇒ Lévyn-Na – (Na2,Ca,K2)[Al2Si4O12]·6H2O beschrieben.
Aufgrund der chemischen Zusammensetzung ist Lévyn ein Vertreter der Silikatminerale, ferner wird das Mineral den Zeolithen, genauer den Würfelzeolithen zugeordnet.
Lévyn kann sowohl farblos wie auch weiß oder weiß mit einem Stich ins Gelbe, Graue, Grüne oder Rote sein. Die Strichfarbe ist weiß.
Lévyn kristallisiert im trigonalen (Ca-Lévyn) und im hexagonalen (Na-Lévyn) Kristallsystem und bilden tafelförmige Kristalle mit hexagonalem bzw. sechseckigem Umriss, häufig auch zu Durchdringungszwillingen miteinander verwachsen sowie zu blättrigen, schuppigen Aggregaten angeordnet.
Der Glanz von Lévyn ist glasartig, die Transparenz ist durchsichtig bis durchscheinend. Lévyn weist eine undeutliche Spaltbarkeit auf, der Bruch ist spröde bis muschelig. Die Mohshärte des Zeolith-Minerals beträgt 4 bis 4,5 bei einem spezifischen Gewicht von 2,09 bis 2,1.


Entstehung und Verbreitung von Lévyn

Lévyn kristallisiert vornehmlich in Blasenhohlräumen von Basalten, ist dort insbesondere mit den Zeolithen Erionit und Offretit vergesellschaftet.
Nennenswerte Vorkommen des Minerals befinden sich neben den Typlokalitäten auf den Färöer-Inseln und in Japan auch in Island; Irland; Ettringen/Deutschland; Italien; Rumänien; Australien und in den USA, wobei die Fundorte von Lévyn-Na weit seltener sind als die von Lévyn-Ca.


Nachweis von Lévyn

Wie andere Zeolithe auch, färbt Lévyn in die Flamme gehalten selbige wegen der Natriumgehalte gelb und beginnt in der Flamme unter Abgabe von Kristallwasser zu sprudeln.


Siehe auch:
Zeolithe - Minerale im Einsatz gegen Radioaktivität
Zeolithe in Waschmitteln
Minerale bestimmen


Quellen:
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
- www.handbookofmineralogy.org - levnyeca
- www.mindat.org - levyne

* = Affiliate Link

Letzte Aktualisierung: 1. Februar 2018

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