Moos-Aquamarin
Aquamarin mit Einschlüssen
Moos-Aquamarin ist keine eigenständige Varietät von Aquamarin, sondern eine Handelsbezeichnung für Aquamarin, die blau- bis blaugrüne Varietät des Minerals Beryll, der deutlich sichtbare Einschlüsse aufweist.
Charakteristisch sind dabei moosartige oder wie kleine Bäumchen wirkende Strukturen im Inneren des Kristalls. Diese Einschlüsse bestehen häufig aus eisen- und manganhaltigen Mineralphasen, unter anderem aus Ilmenit, aber auch aus verschiedenen Eisen- und Manganoxiden oder -hydroxiden.
Entstehung und Verbreitung von Moos-Aquamarin
Geologisch entstehen solche Aquamarine meist unter hydrothermalen Bedingungen. Während des Kristallwachstums des Berylls werden bereits früh gebildete Erz- oder Oxidminerale eingeschlossen. Die Einschlüsse sind in der Regel syngenetisch, d.h., die Minerale sind zeitgleich mit dem Aquamarin entstanden und keine späteren Rissfüllungen oder Verwitterungsprodukte.
Aquamarine mit moosartigem Charakter können an jedem Aquamarin-Fundort vorkommen, besonders häufig kommt Moos-Aquamarin allerdings auf Madagaskar vor.
Bedeutung und Verwendung von Moos-Aquamarin
Aquamarin zählt seit Jahrhunderten zu den begehrtesten Edelsteinen in der Schmuckbranche.
Um die Einschlüsse zu betonen, werden Moos-Aquamarine hauptsächlich zu Cabochons geschliffen; klare Aquamarine werden dagegen mit Facettenschliffen versehen.
Als Anlagestein ist Moos-Aquamarin weniger einzuordnen, da die Einschlüsse den Wert mindern.
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