Nebelquarz
Milchig-trüber Quarz
Nebelquarz ist eine Bezeichnung für Quarz, der durch eine feine, mehr oder weniger gleichmäßige Trübung ein nebelhaftes, milchig-diffuses Erscheinungsbild zeigt.
Aus Sicht der Mineralogie handelt es sich dabei nicht um eine eigenständige Varietät von Quarz, sondern um Quarz mit mikroskopisch feinen Einschlüssen. Diese Einschlüsse bestehen meist aus Flüssigkeiten, Gasblasen oder winzigen Feststoffpartikeln, die während des Kristallwachstums eingeschlossen wurden.
Die Trübung entsteht dadurch, dass das einfallende Licht an diesen Einschlüssen gestreut wird, anstatt ungehindert durch den Kristall zu treten. Im Gegensatz zu Bergkristall, die reinste Form von Quarz, wirkt Nebelquarz oft trüb, ohne vollständig opak zu sein. Je nach Dichte und Verteilung der Einschlüsse kann Nebelquarz von leicht verschleiert bis deutlich milchig erscheinen und überschneidet sich optisch teilweise mit Milchquarz, wobei Nebelquarz meist transparenter wirkt.
Entstehung und Verbreitung von Nebelquarz
Geologisch entstehen Nebelquarze durch Temperaturschwankungen, Druckänderungen oder wechselnde Fluidzusammensetzungen während des Kristallwachstums. Diese instabilen Bildungsbedingungen begünstigen das Einschließen von Fluiden und Gasen im Kristallgitter. Die Einschlüsse sind in der Regel syngenetisch, d.h., zeitgleich mit dem Quarzwachstum entstanden, und keine späteren Alterationserscheinungen.
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