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Rubin-Zoisit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Rubin-Zoisit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: ruby in zoisite, anyolite


Die ersten Funde von Rubin-Zoisit werden auf das Jahr 1954 datiert. In der Mundarara-Mine bei Longido im Nordosten von Tansania wurden die ersten Verwachsungen von grünem Zoisit und rotem Rubin entdeckt.
Während der Name Rubin ein direkter Verweis auf die Farbe des Minerals ist (lat. Rubens = rot), steht hinter dem Begriff Zoisit Sigmund Zois Freiherr von Edelstein (1747 bis 1819) – ein Gelehrter und Edelsteinsammler aus Österreich.


Zoisit
Rubin-Zoisit

Eigenschaften von Rubin-Zoisit

Definition: Rubin-Zoisit ist ein Gestein metamorphen Ursprungs, das auch unter der Bezeichnung Anyolith in der Literatur oder im Handel Erwähnung findet. Der Anyolith stammt aus der Sprache der Massai, deren Heimat sich über den Süden Kenias sowie den Norden Tansanias erstreckt und damit im Fundgebiet von Rubin-Zoisit liegt. Übersetzt wird Anyolith wortwörtlich mit grüner Stein.
Dass Rubin-Zoisit ein Gestein und kein einzelnes Mineral ist, liegt in der Definition von Gesteinen begründet: Gesteine sind Konglomerate, die aus verschiedenen Mineralien bestehen, d.h. Mineralien sind die Bausteine von Gesteinen.
Die Farbe von Rubin-Zoisit ist grün und rot in einem. Die grünen Bereiche werden vom Mineral Zoisit repräsentiert, während die roten Bereiche im Gestein Rubine sind. Teilweise erkennt man bei genauerer Betrachtung dunkel- bis schwarzgrüne oder grauschwarze Mineraleinschlüsse, die wiederum auf das Mineral Pargasit (Vertreter der Amphibol-Gruppe) zurückzuführen sind.
Die Rubineinschlüsse in Rubin-Zoisit sind vielgestaltig: streifenförmig, wölkchenartig oder als Ausbildung in der perfekten hexagonalen Kristallstruktur von Rubinen.
Rubin-Zoisit ist von glasartigem Glanz bei undurchsichtiger Transparenz. Die Mohshärte variiert zwischen 6,5 und 9 bei einer Dichte von 3,2 bis 4,1 g/cm³.


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Entstehung und Verbreitung von Rubin-Zoisit

Als Gestein metamorphen Ursprungs ist Rubin-Zoisit im Rahmen der Gesteinsmetamorphose entstanden. Unter hohen Temperaturen und hochgradigen Druckverhältnissen, bspw. Im Zuge der Gebirgsbildung, tektonischer Vorgänge oder durch aufsteigendes Magma, werden bereits vorhandene Gesteine chemisch und strukturell verändert, sodass neue Gesteine und Mineralien entstehen.
Rubin-Zoisit ist ein seltenes Gestein, von dem bislang ausschließlich Vorkommen in der Region Arusha im nordöstlichen Tansania bekannt sind.


Verwendung und Bedeutung von Rubin-Zoisit

Rubin-Zoisit und Schmuck

Seit der Entdeckung im letzten Jahrhundert hat sich Rubin-Zoisit zu einem Geheimtipp für Edelsteinschmuck etabliert. Aufgrund der Seltenheit ist Schmuck mit Rubin-Zoisit nicht ganz günstig, wenn auch der Preis geringer ist als bspw. Schmuck mit der blauen Zoisit-Varietät Tansanit.
Rubin-Zoisit wird vorzugsweise in Glattschliffen gehalten, um die Farben sowie einzigartigen „Muster“ des Gesteins zu betonen und um den Glanz zu steigern, z.B. mittels Cabochonschliff, Perlenschliff oder als Trommelstein/Handschmeichler in diversen Formen.


Rubin-Zoisit als Heilstein

Das rot-grüne Gestein wird im Handel ebenso als Chakrastein und Heilstein verkauft, das bei zahlreichen Beschwerden körperlicher und seelischer Natur Hilfe verspricht. In wissenschaftlichen Untersuchungen konnte die Heilwirkung von Rubin-Zoisit nicht bestätigt werden.


Siehe auch:
Mineralien reinigen
Amethyst, Bergkristall und Rosenquarz – Die bekanntesten Quarze
Edelsteine und Sternzeichen


Quellen:
⇒ Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
⇒ Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
⇒ Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
⇒ Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
⇒ Schumann, W. (1992): Edelsteine und Schmucksteine: alle Edel- und Schmucksteine der Welt; 1500 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München
- www.mindat.org - Anyolite

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Letzte Aktualisierung: 11. November 2019

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