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Autor: (steine-und-minerale.de) | Letzte Aktualisierung: 13.10.2020


Dunit

Dunit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: dunite | französisch: dunite


Dunit - Ein Gestein, entdeckt in Neuseeland

Der Name Dunit findet sich erstmals im Jahr 1860 in der geologischen Literatur wieder. Der Geologe Ferdinand von Hochstetter (1829 bis 1884) beschreibt in seinen Ausführungen zum Thema "Vortrag über die Geologie Provinz Auckland auf Neu-Seeland" die dortigen Gesteine und entdeckte dort den "Serpentin des Dun-Gebirges, dem er den "neuen Namen Dunnit" beilegt" - in Anlehnung an den ersten Fund des Gesteins in den Dun Mountains bei Nelson in Neuseeland gewählt.


Eigenschaften von Dunit

Definition: Dunit ist ein magmatisches Gestein intrusiver Herkunft mit ultrabasischer Klassifikation (Siliziumdioxidgehalt unter 45 %).

Dunit ist ein Vertreter der Peridotit-Gruppe, die neben Dunit u.a. von Lherzolith, Harzburgit und Wehrlith repräsentiert wird. Zur Unterscheidung der Peridotit-Vertreter werden die mengenmäßigen Anteile an Klino- und Orthopyroxenen herangezogen, die je nach Gestein eindeutig definiert bzw. festgelegt sind.

Dunit ist von hell- bis dunkelgrüner, braungrüner Farbe, bisweilen sind Dunite auch gelbbraun.

Mit mehr als 90 % dominiert Olivin als mineralischer Hauptbestandteil des Gesteins – synonym wird das Gestein auch Olivinit genannt.

Nebengemengteile von Dunit sind u.a. Chromit, Ortho- sowie Klinopyroxene, Kupfer und Platin.

Das Gefüge von Dunit ist massig und zeichnet sich durch regellos angeordnete Gemengteile mittelkörniger Korngröße aus (zuckerkörnig). Die Kristallform ist idiomorph, besonders deutlich zu erkennen an den großen Olivinen.
Die Dichte beträgt 3,4 bis 3,5 g/cm3.


Entstehung und Verbreitung von Dunit

Als Plutonit wird Dunit im Erdmantel gebildet und geht als ultrabasisches Differentationsprodukt aus basischen Magmen hervor.

Die Vorkommen von Dunit sind dementsprechend an Subduktionszonen gebunden, wo ozeanische Platten unter Kontinentalplatten tauchen bzw. in der Vergangenheit untertauchten. Mögliche Funde stehen auch im Zusammenhang mit Vulkanismus, insofern Dunit als vulkanische Bombe bei Eruptionen ausgeworfen wird.

Nennenswerte Dunit-Fundorte befinden sich bspw. in Norwegen; Kaiserstuhl, Eifel/Deutschland; Steiermark/Österreich; Zypern; Sibirien, Jakutien/Russland; Äthiopien; Lesotho; Südafrika; Malaysia; Japan und China.


Bedeutung und Verwendung von Dunit

Neben der Verwendung als Material für feuerfeste Keramik und Werkstoffe, ist Dunit auch von Bedeutung zur Gewinnung von Olivin, Granat und Erzen wie Platin.


Auch interessant:
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Quellen:
⇒ Hochstetten, F. v. (1860): Vortrag über die Geologie der Provinz Auckland in Neu-Seeland. IN: Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geognosie, Geologie und Petrefakten-Kunde. Jahrgang 1860
⇒ Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
⇒ Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München
⇒ Maresch, W., Medenbach, O.; Trochim, H.-D. (1987): Die farbigen Naturführer Gesteine. Mosaik Verlag GmbH München
⇒ Murawski, H. (1992): Geologisches Wörterbuch. Ferdinand Enke Verlag Stuttgart
⇒ Schumann, W. (1994): Steine und Mineralien sammeln; finden, präparieren, bestimmen. BLV Verlag München



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