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Autor: (steine-und-minerale.de) | Letzte Aktualisierung: 20.04.2021


Wavellit

Wavellit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: wavellite | französisch: wavellite


Das Mineral Wavellit wurde nach dem britischen Physiker William Wavell, (1750 bis 1829) benannt, der das Mineral in Filleigh in der südenglischen Grafschaft Devon entdeckte.


Eigenschaften von Wavellit

Das Mineral Wavellit ist mit der chemischen Zusammensetzung Al3(PO4)2(OH,F)3 · 5H2O ein Vertreter der Mineralklasse der Phosphate, Arsenate und Vanadate.

Wavellit ist farblos, kann aber auch von weißer, hellgrüner, gelbgrüner, grüner, gelber, braungelber, grauer und fast schwarzer Farbe sein, in seltenen Fällen ist Wavellit auch blau.
Die Strichfarbe ist weiß.

Wavellit kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem. Die Kristalle sind prismatisch, nadelförmig und von sehr geringer Größe, zeitgleich weisen die Kristallflächen Riefen auf. Die Aggregate von Wavellit erscheinen als radialstrahlig angeordnete Büschel, sind traubig oder bilden krustenartigen Überzüge.

Der Glanz von Wavellit variiert zwischen wachs-, perlmutt- oder glasartig, die Transparenz ist durchsichtig bis durchscheinend. Der Bruch ist uneben bis halbmuschelig, die Spaltbarkeit ist sehr vollkommen.

Wavellit zählt zu den mittelharten Mineralen: die Mohshärte beträgt 3,5 bis 4 bei einer Dichte von 2,36 bis 3,4 g/cm³.


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Entstehung und Verbreitung von Wavellit

Wavellit ist ein Sekundärmineral, das aus der hydrothermalen Umwandlung vor allem phosphathaltiger Lagerstätten gebildet wird. Entsprechend wachsen Wavellitkristalle auf Klüften und Fugen, Erzgängen und Pegmatiten.
Neben Granit, Sandstein und Glimmerschiefer, in denen Wavellit als mineralischer Bestandteil vorkommen kann, ist das Phosphatmineral mit Variscit, Hämatit, Goethit, Crandallit, Nevadait und Pyrolusit vergesellschaftet.

Wavellit ist sehr selten und deshalb nur an wenigen Fundorten weltweit verbreitet, wie bspw. in Finnland; Schottland; England; Wales; Frankreich; Belgien; Oberlausitz, Erzgebirge, Oberpfälzer Wald, Sauerland, Dillenburg/Deutschland; Spanien; Tschechien; Slowakei; Senegal; Kongo; China; Japan; Australien; Brasilien; Bolivien und in den USA.


Bedeutung und Verwendung von Wavellit

Bedingt durch die Seltenheit des Minerals ist Wavellit nicht von wirtschaftlicher Bedeutung, wird teilweise für die Gewinnung von Phosphat genutzt.


Nachweis von Wavellit

Wavellit ist in vielen Säuren löslich und schmilzt nicht in der Flamme.


Siehe auch:
Seltene Mineralien
Grüne Diamanten
Die Entstehung von Mineralien

Quellen:
⇒ Babington, W. und Davy, H. (1805): An Account of some Analytical Experiments on a Mineral Production from Devonshire consisting principally of Alumine and Water. IN: A Journal of Natural Philosophy, Chemistry and the Arts. Band 11
⇒ Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
⇒ Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
⇒ Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
⇒ Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
-www.mindat.org - wavellite

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