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Autor: (steine-und-minerale.de) | Letzte Aktualisierung: 19.04.2021


Vauquelinit

Vauquelinit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: vauquelinite


Vauquelinit Foto
Vauquelinit

Der Name Vauquelinit geht auf den schwedischen Chemiker Jöns Jakob Berzelius (1779 bis 1848) zurück, der das Mineral unter der Bezeichnung Vauqueline erstmals im Jahr 1818 in seinem Ausführungen mit dem Titel "Undersökning af ett hittills obermärkt Fossil, som stundom följer Siberiska kromsyrade blyoxiden" genauer beschrieb. Darin erwähnt er, dass das Mineral in der Grube Tsvetnoi in Berjosowski im Ural/Russland entdeckt wurde und nach dem französischen Chemiker Louis Vauquelin (1763 bis 1829) benannt wurde.

Eigenschaften von Vauquelinit

Mit der chemischen Zusammensetzung CuPb2CrO4PO4OH zählt das Mineral Vauquelinit zur Mineralklasse der Sulfate, Selenate, Tellurate, Chromate, Molybdate und Wolframate.

Vauquelinit weist ein vielfältiges Farbspektrum auf – mögliche Farben des Minerals sind neben grünbraun, gelbbraun und dunkelbraun auch schwarz, grün oder gelb.
Die Strichfarbe ist grünbraun.

Vauquelinit kristallisiert im monoklinen Kristallsystem. Die entsprechenden Kristalle sind prismatisch-tafelig, oft auch als Zwillinge miteinander verbunden. Die Aggregate sind krustenartig, nierenförmig, derb, massig oder grobkörnig.

Vauquelinit ist diamantartigem bis harzigem Glanz, die Transparenz ist durchsichtig bis durchscheinend. Die Spaltbarkeit ist deutlich, der Bruch ist uneben.

Vauquelinit ist mit einer Mohshärte von 2,5 bis 3 auf der 10-stufigen Skala der Härte von Mineralien nach dem Mineralogen Friedrich Mohs (1773 bis 1839) ein relativ weiches Mineral, das spezifische Gewicht beträgt 6.


Vauquelinite - Mineral und Kristalle
Vauquelinit

Entstehung und Verbreitung von Vauquelinit

Die Entstehung von Vauquelinit ist eng an erzhaltige Gesteine gebunden, die in der Oxidationszone hydrothermal überprägt wurden.

Die Vorkommen von Vauquelinit sind häufig mit Krokoit, Cerussit, Duftit, Mimetit, Beudantit und Pyromorphit vergesellschaftet.

Vauquelinit ist selten - nennenswerte Vorkommen befinden sich in Schottland; Cornwall/England; Vogtland, Odenwald, Bergisches Land, Schwarzwald/Deutschland; Kärnten/Österreich; Elsass, Auvergne/Frankreich; Laurion/Griechenland; Kasachstan; Ural/Russland; Japan; Namibia; Südafrika; Kongo; New South Wales, Süd- und Westaustralien/Australien, Brasilien und Kalifornien, Arizona, Montana, Virginia, Nevada/USA.


Bedeutung und Verwendung von Vauquelinit

Aufgrund der Seltenheit des Minerals ist Vauquelinit vor allem für Sammlungen von Interesse.


Nachweis von Vauquelinit

Vauquelinit fluoresziert nicht, zeigt aber einen hellgrünen bis –braunen Pleochroismus.
In der offenen Flamme schmilzt Vauquelinit unter Aufbrausen kugelartig zusammen. Bei weiterer Behandlung der grauschwarzen Kugel mit Salzsäure verfärbt sich diese nach erneutem Aussetzen bei hohen Temperaturen blau.
Zudem ist Vauquelinit in Salpetersäure löslich.


Siehe auch:
Seltene Minerale
Kristallwasser
Johann Wolfgang von Goethe und die Mineralien


Quellen:
⇒ Berzelius, J. J. (1818): Undersökning af ett hittills obermärkt Fossil, som stundom följer den Siberiska kromsyrade blyoxiden. IN: Afhandlingar i fysik, kemi och mineralogi Band 6
⇒ Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
⇒ Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
www.mindat.org - vauquelinite

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