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Autor: (steine-und-minerale.de) | Letzte Aktualisierung: 18.11.2021


Tibetanit

Tibetanit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

Andesin-Feldspat aus Tibet

Bei dem Mineral Tibetanit handelt es sich um einen anderen Namen für das Mineral Andesin.
Der Name Tibetanit ist in der Mineralogie nicht bekannt bzw. nicht als eigenständiges Mineral anerkannt. Vielmehr findet man die Bezeichnung Tibetanit im Bereich des Homeshoppings, wo aus der Mongolei stammender Andesin unter dem Handelsnamen Tibetanit verkauft wird.


Eigenschaften von Tibetanit

Mineralogisch wird Tibetanit bzw. Andesin der Feldspatgruppe zugeordnet, zu der unter anderem auch Mondstein und Amazonit zählen.
Chemisch betrachtet ist Tibetanit ein Silikatmineral, das aus (Na,Ca)Al(Si,Al)3O8 besteht.

Die eigentliche Farbe von Tibetanit variiert zwischen weiß, grau, grün, gelb und rot. Teilweise wird die Farbe künstlich verändert.
Die Strichfarbe ist trotz verschiedener Farbgebungen immer weiß.

Tibetanit kristallisiert nach dem triklinen Kristallsystem. Tibetanitkristalle weisen eine tafelige Form auf, die Aggregate sind körnig oder massig.

Tibetanit ist von glasartigem Glanz, der auf den Spaltflächen der Kristalle mitunter auch perlmuttartig ist. Ferner zeichnet sich Tibetanit durch eine durchsichtige bis durchscheinende Transparenz aus. Die Spaltbarkeit des Minerals ist vollkommen, der Bruch ist muschelig-spröde bis uneben.

Mit einer Mohshärte von 6 bis 6,5 auf der 10-stufigen Skala der Härte von Mineralien nach dem Mineralogen Friedrich Mohs (1773 bis 1839) ist Tibetanit ein härteres Mineral, dessen Dichte 2,66 bis 2,68 g/cm³ beträgt.


Entstehung und Verbreitung von Tibetanit

Tibetanit entsteht sowohl unter magmatischen wie auch metamorphen Bedingungen und ist als Gemengteil zahlreicher Gesteine enthalten; darunter beispielsweise Andesit, Diorit, Granodiorit, Syenit, Migmatit oder Gneis.

Angelehnt an den Namen Tibetanit stammen die im Handel angebotenen Exemplare aus dem Tibet und der Mongolei.


Verwendung und Bedeutung von Tibetanit

Tibetanit ist vor allem als Sammlermineral von Bedeutung, wird aber zunehmend für als Schmuckstein geschätzt.


Siehe auch:
Regenbogenbergkristall bzw. Aqua Aura
Zirkonia - Kunstkristall und Edelsteinimitation
Brennen von Mineralien - Farbveränderung unter Hitzezufuhr


Quellen:
⇒ Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
⇒ Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
⇒ Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
⇒ Booth, B. (1999): Steine und Mineralien. Könemann Verlag Köln
⇒ Altaba, M. F. und G. Tanelli (1995): Wissen heute auf einen Blick - Mineralogie. Neuer Kaiser Verlag GmbH, Klagenfurt

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