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Autor: (steine-und-minerale.de) | Letzte Aktualisierung: 27.10.2019


Smithsonit

Smithsonit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: smithsonite | französisch: smithsonite


Smithsonit Foto
Smithsonit-Kristall

Die ersten Beschreibungen des Minerals Smithsonit gehen auf James Smithson (1765 bis 1829) zurück. Dem britischen Mineralogen zu Ehren wurde er als Namenspate für das Mineral gewählt.


Eigenschaften von Smithsonit

Smithsonit ist ein Carbonatmineral bestehend aus ZnCO3.
Die eigentliche Farbe von Smithsonit ist farblos. Infolge von Beimengungen wie bspw. Eisen, Cadmium, Kobalt oder Kupfer kann das Mineral gelb, rot, rosa, blau, grün, braun, orange oder grün sein. Die Strichfarbe ist weiß.
Das Zinkcarbonat kristallisiert im trigonalen Kristallsystem. Die Kristalle sind skalenoedrisch oder rhomboedrisch. Die Aggregate erscheinen traubig, nierig, derb, krustig, körnig, stalaktitisch oder strahlig.
Smithsonit weist einen fettigen bis perlmuttartigen Glanz auf, die Transparenz ist durchscheinend bis undurchsichtig. Der Bruch ist muschelig-spröde, die Spaltbarkeit ist vollkommen.
Smithsonit ist ein mittelhartes Mineral – die Mohshärte liegt zwischen 4 und 5, das spezifische Gewicht beträgt 4,0 bis 4,6.


Smithsonite - Mineral und Kristalle
Smithsonit

Entstehung und Verbreitung von Smithsonit

Die Entstehung von Smithsonit wird mit der Überprägung karbonat- oder erzhaltiger Ausgangsgesteine infolge von pneumatolytischen und hydrothermalen Vorgängen erklärt.
Die Minerale, die am häufigsten mit Smithsonit vergesellschaftet sind, sind Azurit, Cerussit, Malachit, Hemimorphit, Calcit, Galenit und Hydrozinkit.
Aufgrund der Farbe kann Smithsonit mit Hemimorphit, Chalcedon und Prehnit verwechselt werden.
Nennenswerte Vorkommen des seltenen Minerals befinden sich unter anderem in England; Baden, Harz/Deutschland; Schlesien/Polen; Kärnten, Steiermark/Österreich; Sardinen/Italien; Spanien; Laurion/Griechenland; Kasachstan; Namibia; Türkei; Australien; Mexiko; Arkansas, Utah, Colorado/USA.


Verwendung und Bedeutung von Smithsonit

Auch wenn Smithsonit über beachtliche Gehalte an Zink verfügt, wird das Mineral aufgrund der Seltenheit wirtschaftlich nicht genutzt bzw. abgebaut.
Vielmehr ist das Mineral als Stein für Sammlungen von Interesse.



Nachweis von Smithsonit

Smithsonit ist in Salzsäure löslich und fluoresziert grün, blau, braun und rosa.


Siehe auch:
Seltene Mineralien
Die teuersten Edelsteine der Welt
Edelsteineinheit Karat


Quellen:
⇒ Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
⇒ Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
⇒ Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH ⇒ Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München
⇒ Schumann, W. (1992): Edelsteine und Schmucksteine: alle Edel- und Schmucksteine der Welt; 1500 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München
- www.mindat.org - smithsonite

Letzte Aktualisierung: 27. Oktober 2019

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