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Autor: (steine-und-minerale.de) | Letzte Aktualisierung: 02.10.2020


Seraphinit

Seraphinit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: seraphinite


Seraphinit – Klinochlor aus Sibirien

Das Mineral Seraphinit wurde in den 1990er Jahren bekannt – zunächst in der Schmuckbranche, später wurde das Mineral auch als Heilstein verkauft.

Als Entdecker von Seraphinit gilt der aus Russland stammende Mineraloge Nikolay Koksharov (1818 bis 1893), der das die Klinochlor-Varietät in Korshunovskoye im östlichen Sibirien/Russland fand.

Der Name Seraphinit ist dem Aussehen des Minerals zu verdanken. Die federartigen Zeichnungen von Seraphinit erinnern an den Engel Seraph bzw. Seraphim, der mit federgeschmückten Flügeln dargestellt wird.


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Die Eigenschaften von Seraphinit

Seraphinit ist kein eigenständiges Mineral, sondern der im Handel gebräuchliche Name für Klinochlor mit ausdrucksstarken Mustern, die sich vom einfarbigen Klinochlor abheben.

Die Grundfarbe von Seraphinit ist grün in unterschiedlichen Tonhöhen, durchsetzt von helleren Bereichen, die Federn, Wölkchen, Büscheln oder Strahlen ähnlich sind und silbrig schimmern.

Tabelle: Die Eigenschaften von Seraphinit/Serafinit
EigenschaftBeschreibung
Chemische Zusammensetzung (Fe,Mg)5Al(Si3Al)O10(OH,O)8
Mineralklasse Silikatmineral
Kristallsystem
  • monoklin: dicktafelige Kristalle
  • strahlige, schuppenartige, massige und erdige Aggregate
Farbe grün, graugrün, weißgrün, silbrig-grün
Strichfarbe weiß
Glanz perlmuttartig
Transparenz durchsichtig bis durchscheinend, undurchscheinend
Bruch uneben
Spaltbarkeit sehr vollkommen
Mohshärte 2 bis 2,5
Dichte 2,60 bis 2,9 g/cm³


Entstehung und Verbreitung von Seraphinit

Seraphinit entsteht unter metamorphen Verhältnissen, speziell im Zuge der Kontaktmetamorphose, bei der bereits bestehende Gesteine und Mineralien infolge von aufsteigender Magma in der chemischen Zusammensetzung verändert und neu "geschaffen" werden bzw. als Mineralien mit veränderter Zusammensetzung auskristallisieren, insofern in der Magma Elemente und Verbindungen enthalten sind, die Einfluss auf die chemische Beschaffenheit haben.

Klinochlor in der Ausprägung als Seraphinit ist ein seltenes Mineral, das bislang in Korshunovskoye in Russland gefunden wurde.


Verwendung und Bedeutung von Seraphinit

Seit der Entdeckung hat sich Seraphinit zu einem beliebten Stein für Schmuck etabliert. Um die einzigartige Optik von Seraphinit zu betonen, werden die grün-gemusterten Steine vorzugsweise mit Glattschliffen (z.B. Trommelstein, Donuts oder Cabochonschliff) versehen.

Daneben wird Seraphinit als Heilstein angeboten, ohne dass die Wirkung auf die Gesundheit in wissenschaftlichen Untersuchungen nachgewiesen wurde.


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Quellen:
⇒ Gems & Gemology (1996): Chatoyant clinochlore from Russia. IN: Gems & Gemology, Summer 1996, Gem News
www.mindat.org - Seraphinite
⇒ Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
⇒ Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
⇒ Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH

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