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Autor: (steine-und-minerale.de) | Letzte Aktualisierung: 04.11.2021


Rutilquarz

Rutilquarz - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: rutilated quartz


Rutilquarz - Quarz mit nadelförmigen Einschlüssen

Rutilquarz ist ein Quarz, in dem feine nadelartige Kristalle des Minerals Rutil eingelagert ist, größtenteils ungeordnet wie ein Nadelhaufen, aber auch sortiert und zu Sternen angeordnet, sog, Rutilstern, der der Farbe wegen an Strohsterne erinnert.


Rutil
Rutilquarz - Einschlüsse von Rutil in Bergkristall


Eigenschaften von Rutilquarz

Der Name Quarz fasst eine Gruppe von Mineralien zusammen, die Gemeinsamkeiten hinsichtlich der chemischen Zusammensetzung, dem Kristallsystem sowie chemischen und physikalischen Eigenschaften aufweisen.

Zu den bekanntesten Quarzen zählen bspw.

Die Farbe von Rutilquarz variiert und wird wesentlich von der Farbe der Rutilnadeln bestimmt.
Die meisten Rutilquarze sind von bräunlicher oder farbloser Grundfarbe (Bergkristall), in denen haarfeinen, nadeliger Rutil von gelber, braungelber, rotbrauner, violetter, blauer oder schwarzer Farbe eingeschlossen ist.

Tabelle: Die Eigenschaften von Rutilquarz
EigenschaftBeschreibung
Chemische Zusammensetzung SiO2/Quarz, TiO2/Rutil
Mineralklasse Oxide
Farbe farblos, braun mit Nadeln von gelber, braungelber, rotbrauner, violetter, blauer oder schwarzer Farbe
Strichfarbe weiß
Glanz glasartig
Transparenz durchsichtig bis durchscheinend
Bruch uneben, muschelig
Spaltbarkeit unvollkommen
Mohshärte 6,5 bis 7
Dichte 2,65 g/cm³


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Verwendung und Bedeutung von Rutilquarz

Rutilquarz wird vorrangig zu Schmuck (Kettenanhänger, Ohrringe, Ringe) verarbeitet, wobei Glattschliffe wie Cabochons in unterschiedlichen Formen (oval, tropfenförmig, eckig, rund, navetteförmig, herzförmig) Anwendung finden, um die Rutil-Einlagerungen im Quarz zu betonen.

Außerdem wird Rutilquarz als Chakrastein und Heilstein angeboten, ohne dass die Heilwirkung von Rutilquarz in wissenschaftlichen Untersuchungen belegt wurde.


Auch interessant:
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Quellen:
⇒ Leonhard, C. C. v. (1823): Charakteristik der Felsarten Ungleichartige Gesteine · Band 1
⇒ Goethe, J. W. v. (1848): Oryktognostische und Suiten-Sammlungen. IN: Kunstsammlungen
⇒ Koksharov, N. (1853): Rutil. IN: Materialien zur Mineralogie Russlands Bände 1 – 2
⇒ Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
⇒ Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
⇒ Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
⇒ Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
⇒ Schumann, W. (1992): Edelsteine und Schmucksteine: alle Edel- und Schmucksteine der Welt; 1500 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München
⇒ Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München

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