Logo

Lavendulan Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 




Lavendulan - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: lavendulan


Namensgebend für Lavendulan ist die lavendelblaue Farbe des Minerals. Die ersten Funde von Lavendulan gehen auf das Jahr 1835 im böhmischen Jáchymov/Tschechien zurück; die Erstbeschreibung erfolgte 1837 durch den deutschen Mineralogen August Breithaupt (1791 bis 1873).


Eigenschaften von Lavendulan

Mit der Zusammensetzung NaCaCu5(AsO4)Cl • 5H2O ist Lavendulan ein Vertreter der Mineralklasse der Phosphate, Arsenate und Vanadate. Gleichzeitig steht Lavendulan für eine chemisch sehr ähnliche Gruppe von Mineralen vertreten durch die Mineralien Lavendulan, Lemanskiit, Zdenekit und Sampleit.
Die Farbe des kristallwasserhaltigen Minerals variiert zwischen blau, violettblau, grünblau und violett bei weißer Strichfarbe.
Lavendulan kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem. Die Kristalle sind nadelförmig; Lavendulanaggregate erscheinen erdig, traubenförmig oder als Überzüge.
Lavendulan ist von durchscheinender Transparenz, der Glanz ist glasartig. Der Bruch des kupferhaltigen Minerals ist uneben, die Spaltbarkeit ist vollkommen. Lavendulan ist mit einer Mohshärte von 2,5 ein vergleichsweise weiches Mineral, dessen Dichte 3,5 g/cm³beträgt.


Entstehung und Verbreitung

Lavendulan ist ein Sekundärmineral, das aus der Verwitterung von Arseniden in der Oxidationszone erzhaltiger Lagerstätten (vor allem Nickel, Kobalt und Kupfer) gebildet wird.
Begleitend mit den Vorkommen von Lavendulan sind bspw. Calcit, Quarz, Konichalcit, Cyanotrichit, Malachit, Erythrin, Tennantit, Cuprit, Brochantit, Covellin, Mansfeldit, Chalkanthit und Chalkophyllit vergesellschaftet.
Abgebaut wird Lavendulan unter anderem in Irland; England; Schottland; Schwarzwald, Harz, Erzgebirge, Spessart, Fichtelgebirge, Eifel/Deutschland; Wallis/Schweiz; Saalfelden/Österreich; Jáchymov/Tschechien; Ungarn; Toskana und Ligurien/Italien; Griechenland; Spanien; Marokko; Namibia; Australien; Argentinien; Bolivien; Chile; Nevada und Michigan/USA.


Bedeutung und Verwendung von Lavendulan

Lavendulan wird hauptsächlich zu Schmuck verarbeitet.

Nachweis von Lavendulan

Lavendulan ist in Salzsäure löslich, und weist einen hell- bis grünblauen Pleochroismus auf.


Siehe auch:
Deep Russian Amethyst - Sibirischer Amethyst
Blaue Diamanten
Seltene Mineralien


Quellen:
- Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
- handbookofmineralogy.org
- www.mindat.org
- www.typmineral.uni-hamburg.de

Letzte Aktualisierung: 17. September 2019

Steine schleifen mit Profimaschinen

Börsenkalender

Mineralienboersen Kalender
Hier gelangen Sie direkt zum Börsenkalender

Unsere Buchmpfehlung

Der neue Kosmos-Mineralienführer: 700 Mineralien, Edelsteine und Gesteine

Kosmos Mineralienführer

Mehr Details


angeboten bei Amazon

Mineralien-Steckbriefe