Logo steine-und-minerale.de

Autor: (steine-und-minerale.de) | Letzte Aktualisierung: 03.07.2019


Gismondin

Gismondin - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: gismondine


Namenspate des Minerals Gismondin ist der italienische Mineraloge Carlo Giuseppe Gismondi (1762 bis 1824) war es, auf den die Entdeckung des Minerals zurückgeht.


Eigenschaften von Gismondin

Gismondin ist ein kristallwasserhaltiges Silikatmineral, ferner ein Vertreter der Zeolith-Gruppe, speziell der Blätterzeolithe. Unterschieden wird bei Gismondin zwischen zwei Varietäten:

  • bariumhaltiger Gismondin (Gismondin-Ba: Ba2Al4Si2O8·4H2O)
  • calciumhaltiger Gismondin (Gismondin-Ca: CaAl2Si2O8·4H2O)

Gismondin kann sowohl farblos wie auch von weißer, weißblauer bis hellroter Farbe sein. Die Strichfarbe ist weiß.
Gismondin kristallisiert im monoklinen Kristallsystem. Die Kristalle sind prismatisch, tafelig und bilden häufig zu Kristallzwillingen miteinander verwachsene Doppelpyramiden.
Das Zeolith-Mineral weist Glasglanz auf, die Transparenz ist durchsichtig bis durchscheinend. Der Bruch ist uneben, die Spaltbarkeit ist gut. Wie andere Zeolithe auch, ist Gismondin ein sehr leichtes Mineral: das spezifische Gewicht beträgt 2,0 bis 2,3 bei einer Mohshärte von 4,5 bis 5.


Entstehung und Verbreitung von Gismondin

Gismondin ist hydrothermalen Ursprungs, entsprechend häufig ist das Mineral in Hohlräumen von Vulkaniten wie Basalt zu finden – dabei unter anderem mit Calcit und Quarz, aber auch mit anderen Zeolithen wie Analcim, Phillipsit und Thomsonit vergesellschaftet.
Nennenswerte Gismondin-Vorkommen befinden sich bspw. in Island; Färöer-Inseln; Nordirland; Frankreich; Fichtelgebirge, Odenwald, Eifel und Vogelsberg/Deutschland; Waldviertel und in der Steiermark/Österreich; Tschechien; Spanien; Italien; Rumänien; Japan; Australien; Neuseeland; Kanada und in den USA.


Verwendung und Bedeutung von Gismondin

Gismondin ist allenfalls als Sammlermineral von Interesse.


Siehe auch:
Kristallwasser
Seltene Mineralien
Zeolithe - Mineralien im Einsatz gegen Radioaktivität


Quellen:
⇒ Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
⇒ Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
- www.mindat.org - gismondine-ba
- www.mindat.org - gismondine-ca

Letzte Aktualisierung: 3. Juli 2019

Steine schleifen mit Profimaschinen

Börsenkalender

Mineralienboersen Kalender
Hier gelangen Sie direkt zum Börsenkalender

Unsere Buchmpfehlung

Der neue Kosmos-Mineralienführer: 700 Mineralien, Edelsteine und Gesteine

Kosmos Mineralienführer

Mehr Details


angeboten bei Amazon

Mineralien-Steckbriefe