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Gehlenit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Gehlenit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: gehlenite


Der Name Gehlenit geht auf den deutschen Mineralogen Johann Nepomuk von Fuchs (1774 bis 1856) zurück. Er beschrieb als erster das Mineral Gehlenit, das 1815 am Berg Monzoni im norditalienischen Fassatal entdeckt wurde. Fuchs benannte es nach dem deutschen Chemiker Adolph Ferdinand Gehlen (1775 bis 1815), der sich mit der Analyse von Gehlenit befasste.


Eigenschaften von Gehlenit

Gehlenit wird mit der Zusammensetzung Ca2Al2SiO7 der Mineralklasse der Silikate zugeordnet. Innerhalb der Silikatminerale ist Gehlenit Mineral der sogenannten Melilith-Gruppe, bestehend aus dem namensgebenden Mineral Melilith sowie Akermanit, Gehlenit, Cebollit, Barylith, Hardystonit, Gugiait, Jeffreyit und Okayamalith.
Gehlenit ist von weißer, gelbbrauner oder grauer Farbe, kann aber auch farblos sein. Die Strichfarbe ist weiß bis gräulich.
Gehlenit kristallisiert im tetragonalen Kristallsystem und bildet kurzprismatische, tafelige Kristalle – angeordnet zu körnigen oder massigen Aggregaten.
Der Glanz von Gehlenit ist matt, glasartig bis fettig bei durchsichtiger bis durchscheinender Transparenz. Gehlenit weist eine vollkommene Spaltbarkeit auf, der Bruch ist uneben bis muschelig. Mit einer Mohshärte von 5 bis 6 ist Gehlenit ein mittelhartes Mineral, dessen spezifisches Gewicht 3,04 beträgt.


Entstehung und Verbreitung von Gehlenit

Gehlenit entsteht sowohl in magmatischen wie auch in metamorphen Gesteinen, kann aber auch in Meteoriten vorkommen. Gehlenit metamorphen Ursprungs wird im Zuge der Kontaktmetamorphose in kalkhaltigen Gesteinen wie Marmor und Kalksteinen gebildet. Dabei ist Gehlenit unter anderem mit den calciumcarbonathaltigen Mineralen Calcit und Dolomit, aber auch mit Diopsid, Pyrop, Augit, Olivin, Grossular und Antigorit assoziiert.
Nennenswerte Vorkommen von Gehlenit befinden sich bspw. in Schweden; Nordirland; Schottland; Harz und Eifel/Deutschland; Bad Radkersburg und Kobersdorf/Österreich; Tschechien; Italien; Rumänien; Iran; China; Japan; Australien; Neuseeland; Mexiko; Kanada und in den USA.


Verwendung und Bedeutung von Gehlenit

Mitunter kommt Gehlenit als Zuschlagstoff für Zement zum Einsatz.


Nachweis von Gehlenit

Gehlenit weist einen schwach ausgeprägten Pleochroismus auf, der in einem Blauton erscheint. Zudem ist Gehlenit in verschiedenen Säuren löslich, die jedoch hochkonzentriert sein müssen.


Siehe auch:
Meteoriten
Seltene Mineralien
Aufbewahrung von Mineralien


Quellen:
⇒ Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
⇒ Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
- www.mindat.org - gehlenite

Letzte Aktualisierung: 3. Juli 2019

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