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Autor: (steine-und-minerale.de) | Letzte Aktualisierung: 02.07.2019


Franklinit

Franklinit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: franklinite | französisch: franklinite


Die früheste Erwähnung des Minerals Franklinit geht auf das Jahr 1819 zurück. Damals entdeckte der französische Mineraloge und Geologe Pierre Berthier (1782 bis 1861) in Franklin – einer Stadt im Bundesstaat New Jersey an der Ostküste der USA – Exemplare des bis dahin unbekannten Minerals und benannte es nach dem Fundort Franklinit.


Eigenschaften von Franklinit

Franklinit ist ein Oxidmineral, bestehend aus (Fe,Mn,Zn)(Fe,Mn)2O4. Ferner wird das Mineral der Spinellgruppe zugeordnet.
Die Farbe von Franklinit variiert zwischen dunkelgrau und schwarz, während die Strichfarbe ein rotstichiges Braun ist.
Franklinit kristallisiert im kubischen Kristallsystem, bildet oktaedrische, d.h. achtflächige Kristalle. Die Aggregate sind körnig, aber auch massig.
Der Glanz des eisen- und zinkhaltigen Minerals ist metallisch bei undurchsichtiger Transparenz. Der Bruch ist muschelig bis uneben, die Spaltbarkeit ist nicht vorhanden. Mit einer Mohshärte von 6 bis 7 ist Franklinit ist hartes Mineral, dessen spezifisches Gewicht zwischen 4,6 und 5,5 liegt.


Entstehung und Verbreitung von Franklinit

Franklinit wird unter metamorphen Bedingungen gebildet (genauere Ausführungen dazu siehe „Die Entstehung von Mineralen“; insbesondere im Milieu von kalkhaltigen Gesteinen wie Dolomit und Kalkstein, die im Zuge der Kontaktmetamorphose zu Erzreichtum kamen. Entsprechende Begleitminerale von Franklinit sind neben Zinkit und Magnetit auch Hämatit, Andradit, Calcit, Willemit, Rhodonit, Rhodochrosit, Hausmannit, Braunit und Berzellit.
Bedeutende Vorkommen des Minerals existieren bspw. in Schweden, Österreich, Rumänien, Kasachstan, Russland, China, Australien und in den USA.


Bedeutung und Verwendung von Franklinit

Trotz der vergleichsweise seltenen Verbreitung ist Franklinit von wirtschaftlicher Bedeutung, insofern dass das Mineral zur Gewinnung von Zink abgebaut wird.


Nachweis von Franklinit

Franklinit löst sich in Salzsäure auf, ist aber in der Flamme nicht schmelzbar.


Siehe auch:
Erz
Seltene Mineralien
Industriemineralien


Quellen:
⇒ Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
⇒ Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
⇒ Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
- www.mindat.org - franklinite

Letzte Aktualisierung: 2. Juli 2019

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