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Autor: (steine-und-minerale.de) | Letzte Aktualisierung: 25.06.2019


Fadenquarz

Fadenquarz - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: fadenquartz


Der Name Fadenquarz bezieht sich sowohl auf die Zugehörigkeit des Minerals zu den Quarzmineralien wie auch auf den scheinbaren weißen Faden, der den Fadenquarzkristall durchzieht.


Eigenschaften von Fadenquarz

Fadenquarz ist keine Varietät von Quarz, sondern eine bestimmte Wachstumsform der Kristalle, insbesondere bei der Quarzvarietät Bergkristall beobachtet wird.
Genau wie andere Vertreter der Quarzgruppe handelt es sich bei Fadenquarz um ein Oxidmineral (Si2O).
Fadenquarze sind farblos bis milchig weiß getrübt. Das wesentliche Merkmal von Fadenquarz ist der intensiv weiße Faden, der durch den Kristall verläuft. Die Strichfarbe ist weiß.
Fadenquarz kristallisiert dem trigonalen Kristallsystem folgend. Die Kristalle sind platt mit mehr oder weniger deutlich ausgeprägten und aufeinander sitzenden Kristallspitzen, wobei diese wirken, wie am Faden aufgezogen.
Fadenquarze sind von durchsichtiger bis durchscheinender Transparenz und von glasartigem Glanz. Der Bruch ist muschelig-uneben, die Spaltbarkeit ist unvollkommen. Die Mohshärte von Fadenquarz beträgt 6,5 bis 7 bei einer Dichte von 2,65 g/cm³.


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Entstehung und Verbreitung von Fadenquarz

Quarze sind Mineralien magmatischen Ursprungs, die unterhalb der Erdoberfläche kristallisieren. Im Fall von Fadenquarz kam es während der Kristallisation zu Störungen, insofern eine Kluft aufriss. Der Riss im Kristall wurde durch das anhaltende Kristallwachstum geheilt und ist als weißer Strich/Faden im Kristall zu sehen. Entlang des Fadens bildeten sich beidseitig zahlreiche Kristallspitzen, sodass der Kristall im Ganzen platt wirkt.
Nennenswerte Vorkommen von Fadenquarz werden immer wieder in den Schweizer Alpen entdeckt.


Verwendung und Bedeutung von Fadenquarz

Fadenquarze werden vor allem als Fundstück bei Mineraliensammlern geschätzt, werden aber auch als Heilstein ohne klinisch nachgewiesene Wirksamkeit verkauft.


Siehe auch:
Gwindelquarz
Die größten Kristalle der Welt
Die Bergkristalle vom Planggenstock


Quellen:
⇒ Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
⇒ Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
⇒ Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
⇒ Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
⇒ Schumann, W. (1992): Edelsteine und Schmucksteine: alle Edel- und Schmucksteine der Welt; 1500 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München
⇒ Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München
- www.mineralienatlas.de - Fadenquarz


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Letzte Aktualisierung: 25. Juni 2019

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