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Autor: (steine-und-minerale.de) | Letzte Aktualisierung: 20.05.2021


Duftit

Duftit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: duftite


Duftit Foto
Duftit

Der Duftit aus Namibia

Das Mineral Duftit wurde erstmals vom deutschen Mineralogen Otto Hermann August Pufahl (1855 bis 1924) unter dem Titel "Ein neues Blei-Kupfer-Arenat von Tsumeb" beschrieben. Zu Ehren des seit den Anfängen des 20. Jahrhunderts in der Namibianischen Otavi-Mine (Tsumeb) tätigen Mitglieds des Kaiserlichen Bergrats in Berlin Gustav Duft wurde das Mineral Duftit genannt, da dieser "von Anbeginn seiner Tätigkeit bis in die neueste Zeit die wissenschaftliche Durchforschung des Grubenbesitzes seiner Gesellschaft ermöglicht und gefördert hat".


Eigenschaften von Duftit

Duftit ist ein Vertreter der Mineralklasse der Phosphate, Arsenate und Vanadate, bestehend aus (PbCu(AsO4)(OH))/kristallwasserhaltiges Bleikupferarsenat.
Innerhalb derer ist Duftit ein Vertreter der Adelitgruppe, der neben Konichalcit bspw. auch Adelit, Tangerit und Austinit angehören.

Die Farbe von Duftit ist grünlich – intensiv grün, bräunlich-grün, gelbgrün oder graugrün.
Die Strichfarbe ist hellgrün bis weiß.

Duftit kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem. Die langgestreckten Kristalle sind von geringer Größe. Die Aggregate sind derb oder traubig, bilden auch krustenartige Überzüge.

Der Glanz von Duftit ist matt, kann aber auch glasartig sein, insbesondere auf frischen Bruchflächen. Die Transparenz ist durchscheinend, der Bruch ist muschelig und die Spaltbarkeit ist unvollkommen.

Duftit weist bei einer Dichte von 6,4 bis 6,6 g/cm³ eine Mohshärte von 3 bis 4,5 der 10-stufigen Skala der Härte von Mineralien nach dem Mineralogen Friedrich Mohs (1773 bis 1839) folgend auf.


Entstehung und Verbreitung von Duftit

Duftit ist ein Sekundärmineral, das aus der hydrothermalen Überprägungen kupferhaltiger Lagerstätten

Die Vorkommen von Duftit sind u.a. mit Wulfenit, Azurit, Malachit, Cerussit, Calcit, Mimetesit, Olivenit, Beudantit und Mottramit vergesellschaftet.

Nennenswerte Duftit-Vorkommen befinden sich z.B. in Schottland; Cumbria, Cornwall/England; Frankreich; Erzgebirge (Oberwiesenthal, Schneeberg), Harz (Clausthal-Zellerfeld, St. Andreasberg), Odenwald, Westerwald, Spessart, Schwarzwald/Deutschland; Wallis, Graubünden, Glarus/Schweiz; Karawanken (Kärnten), Brixlegg und Wörgl (Tirol)/Österreich; Böhmen/Tschechien; Niederschlesien/Polen; Ural/Russland; Portugal; Spanien; Laurion/Griechenland; Toskana, Sardinien, Piemont/Italien; Tsumeb, Windhoek/Namibia; Simbabwe; Südafrika; Kyushu/Japan; New South Wales, Nord- und Südaustralien/Australien; Cordoba/Argentinien; Chile; Mexiko; Virginia, Alaska, Utah, Kalifornien, Idaho, Colorado, Arizona/USA.


Bedeutung und Verwendung von Duftit

Duftit ist v.a. für Mineraliensammlungen von Bedeutung.


Auch interessant:
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Quellen:
⇒ Pufahl, O. H. A. (1920): Ein neues Blei-Kupfer-Arsenat von Tsumeb. IN: Centralblatt für Mineralogie, Geologie und Paläontologie
⇒ Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
www.mindat.org - duftite

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