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Autor: (steine-und-minerale.de) | Letzte Aktualisierung: 20.05.2021


Dioptas

Dioptas - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: dioptase | französisch: dioptase


dioptas Foto
Dioptas-Kristall

Emeraudine, Smaragd und Dioptas

Der Name Dioptas stammt aus dem Griechischen und wird von den Wörtern dia und optanomai abgeleitet, die namentlich auf die Durchsichtigkeit der Spaltflächen verweisen.

Namensgeber des grünen Minerals ist der französische Mineraloge René-Just Haüy (1743 bis 1822), der sich 1797 bei seiner Dioptas-Beschreibung auf die Funde in Altyn-Tyube in Kasachstan bezog.

Vor Haüy war das https://www.steine-und-minerale.de/artikel.php?topic=4&ID=291">Silikatmineral mit der chemischen Zusammensetzung Cu6[Si6O18]·6H2O.

Die Farbe von Dioptas erinnert an Smaragde, ist ebenso intensiv dunkelgrün, alternativ deshalb auch die Bezeichnung Kupfersmaragd oder Kieselkupfersmaragd.
Im Unterschied zum Smaragd weist Dioptas einen silber-grünen Schimmer auf, der teilweise auch bläulich sein kann.
Die Strichfarbe von Dioptas - die Farbe, die erscheint, wenn ein Mineral über ein unglasiertes Porzellantäfelchen gestrichen wird - ist ein helles Blaugrün.

Dioptas kristallisiert dem trigonalen Kristallsystem folgend. Die Kristalle sind kurzsäulig und prismatisch. Die Aggregate sind häufig als Gruppen angeordnet oder erscheinen als krustenartiger Überzug.

Der Bruch ist muschelig bis uneben, die Spaltbarkeit ist sehr vollkommen. Dioptas ist von glasartigem Glanz, die Transparenz ist durchscheinend bis durchsichtig.

Dioptas verfügt über eine Mohshärte von 5 auf der 10-stufigen Skala der Härte von Mineralien nach dem Mineralogen Friedrich Mohs (1743 bis 1839) und die Dichte beträgt 3,28 bis 3,35 g/cm3.


dioptase - Mineral und Kristalle
Dioptas

Entstehung und Verbreitung von Dioptas

Dioptas entsteht in der Oxidationszone von Kupferlagerstätten, kann aber auch in Sandsteinklüften, Dolomit und Kalkstein gefunden werden.

Die Vorkommen des grünen Minerals werden von zahlreichen anderen Mineralien begleitet, darunter bspw. Azurit, Malachit, Shattuckit, Chrysokoll, Calcit, Limonit, Hemimorphit, Cerussit oder Wulfenit.

Dioptas ist ein seltenes Mineral. Erwähnenswerte Dioptas-Vorkommen wurden u.a. in Frankreich; Tschechien; Altenberg und Plön/Deutschland; Rumänien; Italien; Zaire; Kasachstan; Tsumeb/Namibia; Südafrika; Argentinien; Atacama/Chile; Mexiko, Peru und in den USA nachgewiesen.


Verwendung und Bedeutung von Dioptas

Aufgrund der Rarität hat Dioptas trotz der hohen Kupfergehalte als Erz keine wirtschaftliche Bedeutung.

Teilweise wird Dioptas zu Schmuck verarbeitet und als Heilstein angeboten, ohne dass die Heilwirkung von Dioptas in klinischen Untersuchungen bestätigt wurde.


Nachweis von Dioptas

Dioptas ist sowohl in Salz- auch Salpetersäure sowie in Ammoniak löslich; andere Säuren haben keine Wirkung auf das Mineral.
Dioptas weist keine Fluoreszenz auf, der Pleochroismus ist schwach ausgeprägt und erscheint in dunkel- und hellgrün.


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Quellen:
⇒ Delamétherie, J.-C. (1793): Description de la Cristallisation d´une Émeraude. IN: Journal de physique, Observations sur la Physique, sur l`Histoire naturelle et sur les Arts. Tome XLII, Janvier 1793
⇒ Delamétherie, J.-C. (1797): Emeraudine. IN: Théorie de la terre, Tome second
⇒ Haüy, R. J. (1797): Dioptas (N.N.) c´est-à-dire, visible au travers. IN: Extrait d'un Traité élémentaire de Minéralogie
⇒ Okrusch, M. und S. Matthes (2009): Mineralogie: Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde. Springer Verlag Berlin Heidelberg
⇒ Schumann, W. (2017): Edelsteine und Schmucksteine. Alle Arten und Varietäten. 1900 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München
⇒ Hochleitner, R. (2017): Welcher Stein ist das? Kosmos-Naturführer. Über 350 Mineralien, Edelsteine und Gesteine. Franckh Kosmos Verlag
- www.handbookofmineralogy.org/pdfs/dioptase.pdf
- www.mindat.org/min-1295.html

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