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Autor: (steine-und-minerale.de) | Letzte Aktualisierung: 17.06.2019


Cuprorivait

Cuprorivait - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: cuprorivaite | französisch: cuprorivaite

Der Name Cuprorivait geht auf den italienischen Mineralogen Carlo Minguzzi (1910 bis 1955) zurück, der das Mineral mit der Typlokalität am Vulkan Vesuv/Italien im Jahr 1938 zum ersten Mal beschrieb. Minguzzi bezog sich bei der Namensgebung sowohl auf die Kupfergehalte des Minerals als auch die optische Ähnlichkeit der Kristalle mit Rivait, einem veralteten Synonym für das Mineral Wollastonit.


Eigenschaften von Cuprorivait

Cuprorivait ist ein Silikatmineral mit der chemischen Zusammensetzung CaCuSi4O10.
Die Farbe von Cuprorivait ist blau, vergleichbar mit dem Farbton von Chalkanthit. Die Strichfarbe ist ebenfalls blau.
Das blaue Mineral kristallisiert dem tetragonalen Kristallsystem folgend und bildet tafelige Kristalle. Die Aggregate sind körnig.
Cuprorivait weist einen glasartigen Glanz bei durchsichtiger bis durchscheinender Transparenz auf. Der Bruch des Minerals ist spröde, die Spaltbarkeit ist perfekt. Die Mohshärte des Kupferminerals beträgt 4, die Dichte wird mit 3,08 g/cm³ angegeben.


Entstehung und Verbreitung von Cuprorivait

Cuprorivait zählt zu den am seltensten vorkommenden Mineralien der Welt. Bislang wurden neben dem Ort der Erstentdeckung in Italien weitere Funde von Cuprorivait in Deutschland und in den USA dokumentiert.
Aufgrund der wenigen Vorkommen ist die Entstehung von Cuprorivait nicht vollends geklärt. Als wahrscheinlich gilt die Annahme, dass das Mineral magmatischen Ursprungs ist und bei Temperaturen von ca. 450 °C auskristallisiert.
Im Zusammenhang mit den bekannten Cuprorivait-Vorkommen wurden Quarz und Calcit gefunden.


Bedeutung und Verwendung von Cuprorivait

Im Alten Ägypten wurde Cuprorivait als lichtbeständiges, blaues Pigment unter dem Namen Ägyptisch Blau verwendet. Bedingt durch die Seltenheit des Minerals wurde das reinblaue Farbpigment vielmehr synthetisch hergestellt, um Wände, Decken, Skulpturen und Gemälde mit der blauen Farbe zu versehen.


Siehe auch:
Minguzzit
Vitriole
Schlacke
Goldfluss, Blaufluss, Grünfluss und Purpurfluss


Quellen:
- www.mineralienatlas.de - Cuprorivait
- www.mindat.org - Cuprorivaite
- https://colourlex.com - Egyptian Blue

Letzte Aktualisierung: 17. Juni 2019

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