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Autor: (steine-und-minerale.de) | Letzte Aktualisierung: 16.06.2019


Cobaltin

Cobaltin - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: cobaltite | französisch: cobaltite


Bevor das Mineral Cobaltin im Jahr 1832 von Francois Sulpice Beudant (1787 bis 1856, französischer Geologe und Mineraloge) aufgrund der Cobalt-Gehalte den offziellen Namen Cobaltin erhielt, war das Mineral unter der Bezeichnung Kobaltglanz bekannt. Dem Volksglauben zufolge veränderten kleine Kobolde, die in unterirdischen Stollen und Bergwerken leben, die Zusammensetzung des Mineral, sodass beim Schmelzen von Cobaltin kein Kobalt gewonnen wurde, stattdessen aber giftige Arsendämpfe freigesetzt wurden.


Eigenschaften von Cobaltin

Cobaltin ist ein Mineral der Klasse der Sulfide, zusammengesetzt aus CoAsS.
Die Farbe von Cobaltit kann weiß mit einem Stich ins Silbrige, rotgrau oder grauschwarz sein; mitunter läuft Cobaltin auch an. Die Strichfarbe ist ein sehr dunkles Grau.
Cobaltin kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem, bildet pseudokubische, würfelige Kristalle, deren Oberflächen häufig Streifen aufweisen. Die Aggregate sind körnig oder massig.
Der Glanz des Sulfidminerals ist metallisch, die Transparenz ist undurchsichtig. Der Bruch ist uneben bis muschelig, die Spaltbarkeit ist vollkommen. Die Mohshärte beträgt 5,5 bei einer Dichte von 6,3 bis 6,4 g/cm³.


Entstehung und Verbreitung von Cobaltin

Cobaltin wird vorrangig im Zusammenhang mit der Entstehung von hydrothermalen Gängen gebildet, kann aber auch im Zuge der Kontaktmetamorphose (Erklärung: Kontaktmetamorphose) entstehen.
Begleitet werden die Vorkommen von Cobaltin u.a. von Zinkblende, Chalkopyrit, Magnetit und Titanit.
Große Lagerstätten des Kobaltminerals befinden sich z.B. in Irland, England, Norwegen, Schweden, Frankreich, Frankreich, Tschechien, Slowakei, Österreich, Bulgarien, Marokko, Sambia, Zimbabwe, Indien, China, Japan, Australien, Argentinien, Mexiko, Kanada sowie in den USA.


Bedeutung und Verwendung von Cobaltin

Aufgrund der etwa 34 %-igen Kobaltgehalte ist das Mineral wirtschaftlich für die Gewinnung von Kobalt von Interesse.


Nachweis von Cobaltin

Cobaltin löst sich in Salpetersäure auf. Hält man das Mineral in die Flamme, schmilzt Cobaltin zu einer Kugel zusammen, die leicht magnetisch ist.


Siehe auch:
Coltan
Seltene Erden
Erz


Quellen:
⇒ Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
⇒ Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
⇒ Okrusch, M. und S. Matthes (2009): Mineralogie: Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde. Springer Verlag Berlin Heidelberg
- www.mindat.org - cobaltite

Letzte Aktualisierung: 16. Juni 2019

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