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Autor: (steine-und-minerale.de) | Letzte Aktualisierung: 05.10.2020


Cleavelandit

Cleavelandit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: cleavelandit | französisch: cleavelandit


Cleavelandit Foto
Cleavelandit

Kieselspath und Cleavelandit

Der Name Cleavelandit findet sich erstmals im Jahr 1823 in der mineralogischen Literatur wieder. Der britische Mineraloge Henry James Brooke (1771 bis 1857) führt Cleavelandit in seinen Beschreibungen zu "A Description of the crystalline Form of some new Minerals" auf, wobei der den US-amerikanischen Mineralogen und Geologen Parker Cleaveland (1780 bis 1858) zum Namenspaten kürte.

Unbekannt war das Mineral bis dato allerdings nicht; im deutschsprachigem Raum wurde Cleavelandit als Kieselspath bezeichnet.


Eigenschaften von Cleavelandit

Cleavelandit ist ein Silikatmineral mit der Zusammensetzung NaAlSi3O8.
Untergeordnet ist Cleavelandit ein Vertreter der Feldspatgruppe, speziell der Plagioklase und innerhalb derer stellt das Mineral eine Varietät von Albit dar.

Die Farbe der Kristalle kann weiß sein, aber auch in hellen Tönen von Blau, Rot, Grün und Grau auftreten.
Die Strichfarbe von Cleavelandit ist weiß.

Wie auch Albit kristallisiert Cleavelandit im triklinen Kristallsystem mit tafelig-blättrig ausgebildeten Kristallen. Diese erscheinen als massige, rosetten- oder lamellenförmige Aggregate.

Der Glanz von Cleavelandit ist glasartig bei durchsichtiger bis durchscheinender Transparenz. Der Bruch des Feldspats ist muschelig, die Spaltbarkeit zeigt sich sehr vollkommen.

Die Mohshärte beträgt 6 bis 6,5 auf der 10-stufigen Skala der Härte von Mineralien nach dem Mineralogen Friedrich Mohs (1773 bis 1839) bei einer Dichte von 2,6 g/cm³.


Clevelandit - Mineral und Kristalle
Cleavelandit

Entstehung und Verbreitung von Cleavelandit

Cleavelandit geht aus magmatischen Restschmelzen im hydrothermalen Stadium hervor, ist deshalb häufig in Gängen und Spalten von magmatischen Gesteinen zu finden. Mitunter ist Cleavelandit auch als Gemengteil in metamorphen Gesteinen enthalten.

Als begleitende Minerale können Vertreter der Quarzgruppe, Rutil, Morganit, Elbait, Turmalin, Apatit und Muskovit vorhanden sein.

Nennenswerte Vorkommen von Cleavelandit befinden sich in Württemberg, Rheinland-Pfalz/Deutschland; Smaland/Schweden; Norwegen; Cornwall/England; Transbaikalien/Russland; Mähren/Tschechien; Pakistan; Burma; Madagaskar; Argentinien; Minas Gerais/Brasilien; Alaska, Kalifornien/USA und Kanada.


Verwendung und Bedeutung von Cleavelandit

Bedingt durch die sehr vollkommene Spaltbarkeit des Minerals eignet sich Cleavelandit nur teilweise als Schmuckstein. Deshalb ist Cleavelandit vor allem von Bedeutung für Mineraliensammlungen.


Siehe auch:
Die Entstehung von Mineralen
Seltene Minerale
Feldspat, Quarz und Glimmer - die drei vergess´ ich nimmer.


Quellen:
⇒ Brooke, H. J. (1823): A Description of the crystalline Form of some new Minerals. IN: Annals of Philosophy. Vol. V
⇒ Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
- www.mindat.org - cleavelandit

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