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Autor: (steine-und-minerale.de) | Letzte Aktualisierung: 14.03.2020


Chalcedon

Chalcedon - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: chalcedony | französisch: calcédoine



chalzedon - Mineral und Kristalle
Chalcedon-Trommelstein

Die früheste Erwähnung des Minerals Chalcedon findet sich bei Plinius dem Älteren (23 bis 79) in seinen Aufzeichnungen unter dem Titel "Naturalis historia".
Der Name Chalcedon wiederum wurde in Anlehnung an den ersten bestätigten Fundort Kalchedon, heute Kadiköy/Istanbul, in der Türkei gewählt.


Eigenschaften von Chalcedon

Chalcedon ist mit der chemischen Zusammensetzung SiO2 ein Mineral der Klasse der Oxide. Innerhalb der Oxide wird Chalcedon der Quarzgruppe zugeordnet, zu der beispielsweise auch die Mineralien Rosenquarz, Bergkristall, Achat, Rauchquarz und Citrin zählen.

Im Speziellen handelt sich bei Chalcedon um einen mikrokristallinen Quarz mit Achat, Moosachat, Sarder und Karneol, Plasma, Onyx und Chrysopras, Heliotrop (Blutjaspis) und Kupferchalcedon als Varietäten.

Die Farbe von Chalcedon variiert zwischen weiß, farblos, blau bis blaugrau. Infolge von Verunreinigungen kann Chalcedon auch von gelber, grüner, brauner oder roter Farbe sein.
Die Strichfarbe von Chalcedon ist dennoch immer weiß.

Chalcedon kristallisiert dem trigonalen Kristallsystem folgend. Die Kristalle sind trapezoedrisch, die Aggregate erscheinen stalaktitisch, trauben- oder nierenförmig, wobei die kugeligen Aggregate eine Bänderung in blau-weiß aufweisen können.

Der Glanz von Chalcedon ist glas- bis wachsartig bei durchscheinender bis undurchsichtiger Transparenz. Der Bruch der Quarzvarietät ist muschelig-uneben, die Spaltbarkeit ist nicht vorhanden.

Die Mohshärte von Chalcedon beträgt 7 auf der 10-stufigen Skala der Härte von Mineralien nach dem deutschen Mineralogen Carl Friedrich Christian Mohs bei einer Dichte von 2,6 g/cm3.


Chalcedon Foto
Chalcedon

Entstehung und Verbreitung von Chalcedon

Chalcedon entsteht durch Kristallisation aus silikatreichen Lösungen bei Temperaturen um 120°C auskristallisieren. Der Ort der Entstehung des auskristallisierenden Chalcedons können sowohl Risse in metamorphen Gesteinen als auch Blasenhohlräume (Drusen, Geoden und Mandeln) von Magmatiten sein. In Sedimentgesteinen dient Chalcedon häufig als Bindemittel der aufbauenden Gemengteile.

Chalcedon ist ein weltweit häufig vorkommendes Mineral, das man zum Beispiel in Böhmen/Tschechien, Slowakei, Freiberg (Erzgebirge)/Deutschland, Tirol/Österreich, Schweiz, Toskana/Italien, Griechenland, Türkei, Russland, Indien, Sri Lanka, Afghanistan, Madagaskar, Namibia, Simbabwe, Brasilien, Uruguay und in den USA finden kann.


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Verwendung und Bedeutung von Chalcedon

Chalcedon ist vor allem im Kunstgewerbe und in der Schmuckbranche von Bedeutung, insofern dass aus dem Mineral Schmucksteine, Gravuren, Siegelsteine oder Gegenstände gefertigt werden.

Geschliffen kommt die Farbe von Chalcedon und insbesondere die gebänderten Muster vor allem mit glatten Schliffen am besten zur Geltung, z.B. im Cabochon-Schliff. Chalcedon-Schmuck (Ketten, Anhänger, Ohrstecker, Ringe, Donut) sollte vor Sonnenlicht geschützt aufbewahrt werden. Unter UV-Licht verblasst die Farbe des Minerals oder ergraut.

Daneben wird Chalcedon als Heilstein und Chakrastein gehandelt, mit dem bereits Hildegard von Bingen arbeitete, ohne dass die Heilwirkung von Chalcedon in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen werden konnte.


Nachweis von Chalcedon

Chalcedon weist eine gelbgrüne bis weißblaue Fluoreszenz auf und ist in Fluorwasserstoffsäure löslich.


Sonstiges

Chalcedon gibt es im Handel ebenfalls unter den Synonymen Jasponix, Massik, Zoesit, Milchstein, Blauer Mondstein oder Kalifornischer Mondstein zu kaufen.


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Quellen:
⇒ Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
⇒ Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
⇒ Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
⇒ Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
- www.mindat.org - chalcedony

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