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Autor: (steine-und-minerale.de) | Letzte Aktualisierung: 12.06.2019


Boracit

Boracit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: boracite | französisch: boracite

Die ersten Funde des Minerals Boracit gehen auf das Jahr 1787 zurück. In diesem Jahr wurde Boracit im Lüneburger Kalkberg entdeckt – einer 56 m hohe Erhebung im Westen der niedersächsischen Stadt Lüneburg. Die Namensgebung erfolgte zwei Jahre später durch den deutschen Mineralogen Abraham Gottlob Werner (1749 bis 1817), wobei der Name Boracit auf das Element Bor zurückzuführen ist, das Bestandteil der Zusammensetzung von Boracit ist.


Eigenschaften von Boracit


Boracit ist ein Vertreter der Boratminerale bestehend aus Mg3[Cl|B7O13].
Boracit kann sowohl farblos wie auch leicht grün, gelb, grau oder blassblau sein. Aufgrund der Ähnlichkeit zu weißblauen Diamanten wird hellblauer Boracit mitunter auch als Lüneburger Diamant bezeichnet. Die Strichfarbe von Boracit ist weiß.
Das borhaltige Mineral kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem und bildet würfelartige Kristalle; die Aggregate sind körnig oder massig-dicht.
Der Glanz von Boracit ist glas- bis diamantartig, die Transparenz variiert zwischen durchsichtig und durchscheinend. Der Bruch ist muschelig bis uneben, die Spaltbarkeit ist nicht vorhanden. Mit einer Mohshärte von 7 bis 7,5 ist Boracit ein hartes Mineral, dessen Dichte 2,9 bis 3,10 g/cm3 beträgt.


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Entstehung und Verbreitung von Boracit

Boracit ist ein Sedimentmineral, das aus der Eindunstung (Evaporation) borhaltiger Salzlösungen hervorgeht. Besonders häufig ist das Mineral deshalb im Zusammenhang mit anderen Mineralen sedimentären Ursprungs zu finden, darunter zum Beispiel Halit, Carnallit, Sylvin, Anhydrit und Gips.
Die weltweiten Vorkommen des Minerals befinden sich unter anderem in England, Deutschland, Polen, Russland, Kasachstan, Bolivien, Kanada sowie in den USA.


Bedeutung und Verwendung von Boracit

Besonders klare Boracitkristalle werden als Schmuckstein verwendet.


Nachweis von Boracit

Boracit löst sich leicht in Wasser auf, in Salzsäure hingegen ist Boracit nur schwer löslich.


Siehe auch:
Die Entstehung von Mineralien
Persisches Blausalz
Diamanten, die keine sind


Quellen:
⇒ Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
⇒ Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
- www.mindat.org - boracite

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Letzte Aktualisierung: 12. Juni 2019

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