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Autor: (steine-und-minerale.de) | Letzte Aktualisierung: 16.09.2020


Berzelianit

Berzelianit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: berzelianite


berzelianit Foto
Berzelianit

Selenkupfer und Berzelianit

Das Mineral Berzelianit wurde nach dem schwedischen Chemiker Jöns Jakob Berzelius (1779 bis 1848) benannt. Berzelius entdeckte im Jahr 1818 das Element Selen in dem bis dato unbekannten Mineral, das Bestandteil des nach ihm benannten Minerals ist. Berzelius nannte das Mineral in seinen Ausführungen zur "Undersöking af en ny mineral.kropp, funnen i de orenare sorterna af det vid Fahlun tillverlade svaflet" zunächst Selenbunden koppar - Selenkupfer, wobei als Ort des Erstfundes gilt die Schickerem-Mine bei Valdemarsvik in Schweden gilt.

1832 schlug der französische Geologen und Mineraloge Francois Sulpice Beudant (1787 bis 1850) den Namen Berzelin vor, der allerdings Verwirrung stiftete, da weißer Haüyn ebenfalls als Berzelin geführt wird. 1850 erfolgte eine erneute Umbenennung, initiiert von James Dwight Dana (US-Mineraloge und Geologe; 1813 bis 1895), dem der Name Berzelianit zu verdanken ist.


Eigenschaften von Berzelianit

Berzelianit ist mit der Zusammensetzung Cu2Se ein Vertreter der Mineralklasse der Sulfide und Sulfosalze.
Angelehnt an die chemischen Bestandteile von Berzelianit wird das Mineral auch als Selenocuprit oder Selenkupfer bezeichnet.

Die eigentliche Farbe von Berzelianit ist ein silbriges Weiß, das jedoch grau, graublau bis schwarz anläuft.
Die Strichfarbe ist silbrig.

Berzelianit kristallisiert im kubischen Kristallsystem und bildet körnige oder massige Aggregate.

Der Glanz von Berzelianit ist matt bis metallisch, die Transparenz ist undurchsichtig.
Berzelianit weist keine Spaltbarkeit auf, der Bruch ist uneben.

Das kupferhaltige Mineral ist mit einer Mohshärte von 2 bis 2,5 auf der 10-stufigen Skala der Härte von Mineralien nach dem Mineralogen Friedrich Mohs (1773 bis 1839) ein vergleichsweise weiches Mineral, dessen Dichte 6,7 bis 7,3 g/cm³ beträgt.


Entstehung und Verbreitung von Berzelianit

Berzelianit ist ein Mineral hydrothermalen Ursprungs (weitere Informationen unter: Entstehung von Mineralen), kristallisiert vor allem in Erzgängen aus, assoziiert mit weiteren Mineralen wie Gold, Calcit, Klockmannit, Pyrit, Pechblende, Markasit, Stromeyerit, Crookesit, Aguilarit, Clausthalit, Tiemannit und Polybasit.

Berzelianit zählt zu den seltenen Mineralen und ist unter anderem in Schweden; Schottland; Harz, Erzgebirge, Fichtelgebirge, Wölsendorf/Deutschland; am Eselberg/Österreich; Rheinfelden/Schweiz; Tschechien; Russland; Indonesien; China; Australien; Argentinien; Mexiko; Bolivien; Brasilien; Kanada und in den USA zu finden.


Bedeutung und Verwendung von Berzelianit

Auch wenn Berzelianit wegen der Kupfergehalte sicherlich wirtschaftlich interessant ist, kommt dem Mineral aufgrund der Seltenheit allenfalls die Bedeutung als Sammlermineral zu.


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Quellen:
⇒ Berzelius, J. J. (1818): Undersökning af en ny Mineral-kropp, funnen i de orenare sorterna af det vid Fahlun tillverkade svaflet. IN: Afhandlingar Fysik, Kemi, och Mineralogi. 1818
⇒ Dana, J. D. (1850): A System of Mineralogy, Comprising the Most Recent Discoveries
⇒ Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
- www.mindat.org - berzelianite
- www.handbookofmineralogy.org

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