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Autor: (steine-und-minerale.de) | Letzte Aktualisierung: 27.09.2022


Andenopal

Andenopal - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: Peruvian opal, blue opal, pink opal


Andenopal = Opal aus Peru

Der Name Andenopal ist eine Handelsbezeichnung für Opale, die in den peruanischen Anden abgebaut werden.
In Anlehnung an die Herkunft wird Andenopal auch als Peruanischer Opal bezeichnet.


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Eigenschaften von Andenopal

Andenopal ist genau wie andere Opale ein Vertreter der Quarzgruppe, die unter anderem die Mineralien Achat, Amethyst, Bergkristall, Chalcedon, Citrin, Karneol, Jaspis, Rosenquarz, Rauchquarz und Tigerauge umfasst.

Die Farbe von Andenopal variiert zwischen rosa (sog. Pinker Opal) und blaugrün, blau bis türkis (Blauer Opal).
Die Ursache der Farbe liegt in Einschlüssen anderer Mineralien im Opal begründet.
Während rosafarbener Andenopal vielmehr ein Mineralgemenge aus Opal, Chalcdeon und Palygorskit (weißes, graues, grünes Silikatmineral) darstellt, ist die Farbe von Blauem Andenopal auf im Kristall eingeschlossenen Chrysokoll und bis zu 1 %-igen Kupfergehalten zurückzuführen.

Andenopale wirken oftmals milchig trüb, sodass vor allem bei blauen Andenopalen die Verwechslung mit Mondstein aufkommt. Teilweise sind Andenopale von schwarzen Dendriten bzw. moosähnlichen Zeichnungen durchzogen.

Ein weiteres Merkmal und der wesentliche Unterschied zu Edelopalen ist die fehlende Opaleszenz von Andenopal. d.h. das für Opal typische irisierende Farbspiel in den Farben des Regenbogens, ist bei Andenopalen nicht vorhanden, weshalb das Mineral den Gemeinen Opalen zugeordnet wird.

Tabelle: Die Eigenschaften von Andenopal
EigenschaftBeschreibung
Chemische Zusammensetzung SiO2·nH2O
Mineralklasse Oxidmineral
Kristallsystem
  • amorph
  • derbe Massen
Farbe rosa, blau, blaugrün, türkis
Strichfarbe weiß
Glanz glasartig
Transparenz durchscheinend bis undurchsichtig
Bruch spröde, muschelig
Spaltbarkeit unvollkommen
Mohshärte 5,5 bis 6,5
Dichte 1,98 bis 2,5 g/cm³


Entstehung und Verbreitung von Andenopal

Andenopale ist ein Sekundärmineral, das aus der Zersetzung/Verwitterung von silikatischen Gesteinen und Mineralien hervorgeht. Unter gleichzeitiger Anwesenheit von Wasser ensteht ein Kieselsäuregel, das im Laufe der Zeit zu einem festen Mineral aushärtet.

Andenopal wird an zwei Standorten in Peru abgebaut. Das erste Andenopal-Vorkommen befindet sich in der Nähe von Nazca im Südosten Perus. Hier wird vor allem Blauer Andenopal gewonnen. Rosa Andenopal hingegen wird in der Umgebung der südperuanischen Stadt Ica abgebaut, wobei die Opale zusammen mit Chalcedon und Chalkotrichit gefunden werden.


Verwendung und Bedeutung von Andenopal

Als die ersten peruanischen Opale bzw. Andenopal in den späten 1990er Jahren auf den Markt kamen, eroberten die edlen Steine sofort die Schmuckbranche und werden auch heute noch vorzugsweise zu Schmuck verarbeitet.
Um zu vermeiden, dass die Farbe von Andenopal verblaßt oder der Stein aufgrund des Verlusts des enthaltenen Kristallwassers rissig wird, wird empfohlen, Ketten, Anhänger, Ringe oder Ohrschmuck mit Andenopal vor Licht und Wärme geschützt - am besten zusammen mit einem leicht angefeuchteten Tuch - aufzubewahren.

Daneben werden Andenopale als Heilsteine und Chakrasteine gehandelt, ohne dass die Heilwirkung von Andenopal in wissenschaftlichen Untersuchungen nachgewiesen werden konnte.


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Mehr zum Thema Opal:

Quellen:
⇒ Yates, R. G., Kent, D. F. und Concha, J. F. (1951): Geology of the Huancavelica Quicksilver District, Peru
⇒ Dang. C. (1999): Opal Report. In: Gems & Gemology Spring 1999
⇒ Quinn, E. P. (2003): Peruvian blue opal. IN: Gems & Gemology Winter 2003
⇒ Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
⇒ Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
⇒ Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
⇒ Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
⇒ Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München
www.mindat.org

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