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Autor: (steine-und-minerale.de) | Letzte Aktualisierung: 16.09.2020


Bismut

Bismut - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: bismuth | französisch: bismuth


bismut Foto
Bismut

Bismut und Wismut

Die silbrigweiße Farbe von „frischem“ Bismut ist es, die dem Mineral seinen Namen einbrachte. Bismut bzw. die ältere Bezeichnung Wismut stammt aus dem Arabischen und wird mit weiße Masse oder Bleiweiß übersetzt.
Als Typlokalität (= Ort der ersten Entdeckung) gilt seit 1546 Schneeberg im Erzgebirge/Sachsen.


wismut - Mineral und Kristalle
Bismut im Detail

Eigenschaften von Bismut

Wismut ist eines der Minerale, das zur Mineralklasse der gediegenen Elemente zählt; d.h. bei Wismut handelt es sich um ein reines chemisches Element, das von der International Mineralogical Association als offiziell anerkanntes Mineral gilt. Die Zusammensetzung von Bismut wird über das Kürzel Bi angegeben und findet sich unter der Ordnungszahl 83 im Periodensystem der Elemente wieder.

Die Farbe von Bismut ist unterschiedlich; variiert zwischen silberweiß, grau und rötlich weiß. Bekannter sind jedoch metallisch bunt schillernde Farbgebungen in Gelb, Orange, Rot, Grün, Blau und Violett, die ineinander überlaufen.
Die Strichfarbe ist grau.

Bismut kristallisiert im trigonalen Kristallsystem und bildet filigrane dendritische (netz- oder federartig) Kristalle.
Künstlich gezüchtete Bismutkristalle unterscheiden sich von natürlich entstandenen durch die stufen- oder treppenartige Form. Die Aggregate sind lamellenartig, körnig oder massig. Auffällig ist, dass Bismutkristalle an der Oberfläche gerieft sind, wobei die Streifen parallel zueinander oder trichterförmig zulaufend ausgeprägt sind. Derartige Kristalle werden mitunter als Federbismut bezeichnet.

Bismut wird im Periodensystem den Halbmetallen zugeordnet; demzufolge ist der Glanz des Minerals metallisch. Der Bruch ist uneben, die Spaltbarkeit ist vollkommen bei undurchsichtiger Transparenz.

Bismut ist ein vergleichsweise weiches Mineral: die Mohshärte beträgt 2 bis 2,5 auf der 10-stufigen Skala der Härte von Mineralien nach dem Mineralogen Friedrich Mohs (1773 bis 1839) bei einer Dichte von 9,7 bis 9,8 g/cm3.


Entstehung und Verbreitung von Bismut

Bismut ist ein Primärmineral, das sowohl im pneumatolytischen wie auch hydrothermalen Stadium entstehen kann, die sich im Wesentlichen durch die Temperaturgrenzen voneinander unterscheiden (nähere Informationen unter: Entstehung von Mineralen).

Heute kann man Bismut daher in Erzgängen oder Pegmatiten finden, die beispielsweise in Grönland, Schweden, Finnland, England, Frankreich, Deutschland, Tschechien, Slowakei, Österreich, Spanien, Russland, Kongo, Mosambik, Zimbabwe, Namibia, Südafrika, Iran, Armenien, Usbekistan, Tadschikistan, China, Nordkorea, Japan, Australien, Bolivien, Chile, Brasilien, Mexiko, Kanada sowie in den USA vorkommen.


Verwendung und Bedeutung von Bismut

Bismut kommt vor allem als Material für Legierungen oder als Farbpigment zum Einsatz, wird aber auch in der Glasherstellung verwendet.

In der Vergangenheit spielte Bismut eine bedeutende Rolle in der Medizin. Noch im 19. Jahrhundert bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Bismut als Arznei zur Behandlung von Wunden, bei Infektionskrankheiten oder als Kontrastmittel beim Röntgen verabreicht. Angesichts der Bismutvergiftung (Bismutismus) wurde Bismut in der Medizin durch andere Mittel abgelöst.


Nachweis von Bismut

Bismut löst sich in heißer, konzentrierter Schwefelsäure sowie in Salpetersäure auf. Der Schmelzpunkt ist bei einer Temperatur von 271,3 °C erreicht.


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Quellen:
⇒ Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
⇒ Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
⇒ Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
- www.mindat.org - bismuth

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