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Blaue Edelsteine - Blaue Mineralien



Tansanit, Lapislazuli und Saphir zählen zu den bekanntesten blauen Mineralien. Doch angesichts der weltweit über 5300 von der International Mineralogical Association (IMA) offiziell gelisteten Mineralien ist die Liste der blauen Mineralien lang.

Bild 1: verschiedene blaue Mineralien

Die Farbe von blauen Edelsteinen und Mineralien

Die Welt der Mineralien ist bunt. Keine Farbe, die es nicht gibt.
Selbst unter den blauen Edelsteinen und Mineralien ist die Bandbreite der Blautöne groß: angefangen von pastell-blauen Tönen, die nahezu farblos erscheinen, reinblaue Steine, Blau mit einem Stich ins Rötliche, Violette, Gelbe, Grüne oder Braune sind ebenso möglich wie dunkelblaue Farben, die fast schwarz wirken.
Die Farbe von Mineralien wird dem Ursprung nach in idiochromatische und allochromatische Farben unterschieden.
Während idiochromatische Mineralien "eigengefärbt" sind und in der Vielzahl der Fälle das Ergebnis von Störungen, Deformationen oder Defekten des Kristallgitters sind, wird die Entstehung der Farbe von allochromatischen Mineralien auf den "Fremdeinfluss" von bestimmten Elementen zurückgeführt. Allen voran Eisen, Chrom, Nickel, Kupfer, Mangan, Vanadium und Kobalt färben Kristalle blau.
So ist beispielsweise zweiwertiges Eisen der Grund für das Meerwasserblau von Aquamarin. Bor und Wasserstoff im Kristallgitter von Diamanten erzeugt blaue Diamanten (sog. Fancy Diamanten).


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Lapislazuli - Ein blaues Gestein

Kein Mineral hingegen ist Lapislazuli. Definitiorisch betrachtet handelt es sich bei dem blauen Stein um ein Gestein, d.h. ein Gemenge aus einer Vielzahl unterschiedlicher Mineralien. Mineralien sind demnach die Bausteine von Gesteinen.
Die blaue Farbe von Lapislazuli ist auf die im Gestein vorkommenden Mineralien zurückzuführen, allen voran Lasurit mit einem Anteil von 25 bis 40 %. Weitere Mineralien, die an der Zusammensetzung von Lapislazuli beteiligt sind, sind u.a. Hauyn, Sodalith, Diopsid, Afghanit, Amphibole, Feldspäte, Glimmer, Apatit, Titanit, Zirkon sowie Pyrit.
Abhängig vom prozentualen Anteil der genannten Mineralien variiert die Farbe von Lapislazuli zwischen tiefblau, marineblau und violettblau, aber auch grün, rosa oder rotbraun.
Das wesentliche Merkmal von Lapislazuli ist neben der blauen Grundfarbe goldfarbene Einsprengsel, die auf Einschlüsse von Pyrit deuten lassen, während weiße Stellen im Gestein durch Calcit repräsentiert werden.
Als besonders wertvoll und hoch im Preis angesiedelt werden dunkelblaue Exemplare, die von feinen goldfarbenen Einschlüssen durchsetzt sind, die an das Funkeln der Sterne am Mitternachtshimmel erinnern.


Künstliche blaue Kristalle

Doch nicht jeder blaue Edelstein bzw. jedes blaue Mineral ist von Natur aus blau.
Vor allem Steine, die zu Schmuck verarbeitet werden, werden oftmals einer "Schönheitsbehandlung" unterzogen, um die Farbe zu intensivieren, korrigieren oder Steine gänzlich umzufärben. Die Farbe vieler Mineralien - auch blaue Mineralien sind nicht ausgeschlossen - entspricht in der Sättigung nicht den Vorstellungen des Ideals. Die Farbe kann zu hell, ungleichmäßig verteilt oder fleckig sein.
Ein Verfahren, das sehr häufig zum Einsatz kommt, ist das sog. Brennen. Das jeweilige Mineral wird auf eine individuell festgelegte Temperatur erhitzt, infolgedessen die Farbe kräftiger wird oder neu kreiert wird. Aus braunem oder gelblichem Zoisit kann durch Erhitzen auf Temperaturen zwischen 370 und 390 °C die violett-blaue Zoisit-Varietät Tansanit gewonnen werden.
Blautopas gilt unter allen Topasfarben als die seltenste Farbvarietät. Um der Nachfrage dennoch gerecht zu werden, werden gelbe oder bräunliche Topase Gamma- und Elektronenstrahlung ausgesetzt, mit der verschiedene Blautöne von Blautopas erzeugt werden.
Blaue Achate sind ebenfalls kein natürliches Produkt. Hierzu wird die Quarzvarietät regelrecht mit einer farbgebenden Lösung aus Kaliumferrocyanid und Eisenvitriol geimpft.
Aqua Aura - ein metallisch blau schimmerndes Mineral - ist ebenfalls das Produkt einer nachträglichen Farbveränderung. Als Ausgangmaterial kommt farbloser Bergkristall zum Einsatz, der mit einer feinen Schicht aus Gold bedampft wird und schlußendlich bläulich schimmert.
Dass eine Farbkorrektur oder -änderung an Mineralien und Edelsteinen vorgenommen wurde, ist anhand von Hinweisen wie gebrannter, erhitzter, veredelter, bestrahlter xyz erkenntlich.


Blaue Mineralien - Liste

Liste ist nicht vollständig


Siehe auch:
Ägyptisch Blau
Blaufluss, Goldfluss, Grünfluss und Purpurfluss
Blaue Diamanten


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Letzte Aktualisierung: 10. April 2019




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