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Der Unterschied zwischen Mineralien und Gesteinen



Mineralien und Gesteine - Zwei Begriffe, die häufig synonym verwendet werden, aber von wesentlichem Unterschied sind.

Mineralien

Mineralien (im wissenschaftlichen Kontext häufiger Minerale) sind der Definition zufolge Festkörper mit einer stofflich einheitlichen Zusammensetzung. Der Grund, weshalb sich die mehr als 5.300 bekannten Mineralien der Welt chemisch eindeutig von anderen unterscheiden lassen. Ebenso hat jedes Mineral bestimmte Eigenschaften, die ebenfalls bei der Bestimmung und Identifikation von Mineralien hilfreich sind und angewendet werden.


Edelsteine

Edelsteine werden ebenfalls zu den Mineralien gezählt. Der Unterschied zu "gewöhnlichen" Mineralien sind folgende Eigenschaften:

Das wichtigste Kriterium für Edelsteine ist die Härte, sog. Edelsteinhärte, die bspw. Diamanten, Saphir, Rubin, Zirkon, Blautopas, Topas, Aquamarin und Smaragd aufweisen.


Bild 1: Gesteine bestehen aus Mineralien


Gesteine

Gesteine hingegen werden als Aggregate bestehend aus mehreren Mineralien definiert, d.h. ein Gestein besteht aus vielen einzelnen Mineralien, die verschiedenartig miteinander im Verbund stehen. Die Zusammensetzung kann deshalb geringfügig schwanken, weshalb bei der Beschreibung der Mineralien, aus denen ein Gestein aufgebaut ist, mitunter der Bereich von … bis … angegeben wird, wie hoch der Anteil bestimmter Mineralien im Gestein muss, damit es als Gestein xyz gilt. In der Geologie ist in diesem Zusammenhang von Hauptgemengteilen, Nebengemengteilen und Akzessorien die Rede.

  • Hauptgemengteile: dominierende Mineralien im Gestein
  • Nebengemengteile: mit bis zu 5 % an der Zusammensetzung des Gesteins beteiligt
  • Akzessorien: weniger als 1 % am Aufbau des Gesteins vertreten


Des Weiteren unterscheidet man nach der Art der Mineralien Gesteine in monomineralische und polymineralische Gesteine. Gesteine, die aus einer Mineralart (= monomineralisch – z.B. Marmor, Steinsalz, Dolomit) oder aus mehreren, verschiedenen Mineralien (= polymineralisch – z.B. Lapislazuli, Granit, Larvikit, Gneis) aufgebaut sind.
Allerdings kann es bei monomineralischen Gesteinen vorkommen, dass an der Zusammensetzung dennoch andere Mineralien beteiligt sind, die sog. Nebengemengteile und Akzessorien. Tatsache ist, dass die Hauptgemengteile, d.h. die Mehrzahl bzw. die vorherrschenden Mineralien, des Gesteins nur durch ein Mineral geprägt werden, wie bspw. Calcit, Dolomit oder Aragonit beim Marmor. Im Vergleich dazu werden die Hauptgemengteile von polymineralischen Gesteinen durch eine Vielzahl verschiedener Mineralien beschrieben, so zum Beispiel Granit, dessen Hauptmineralien Feldspat, Quarz und Glimmer sind.


Siehe auch:
Das älteste Gestein der Welt
Die teuersten Mineralien der Welt
Essbare Steine

Letzte Aktualisierung: 4. April




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