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Urgesteinsmehl - Ein Dünger?



Ökologisches und umweltbewusstes Gärtnern liegt im Trend. Der achtsame Umgang mit der Natur und allen Lebewesen führt zunehmend zu einem Umdenken in allen Bereich – auch in der Landwirtschaft und im Kleingarten oder auf dem Balkon. Ein Produkt, das seit vielen Jahren immer beliebter und bekannter wird, ist Urgesteinsmehl. Doch was ist Urgesteinsmehl? Und was ist der Unterschied zwischen Urgesteinsmehl und Gesteinsmehl? Kann Urgesteinsmehl konventionellen Dünger ersetzen?



Bild 1: Urgesteinsmehl

Inhaltsverzeichnis


Was ist Urgesteinsmehl?

Urgesteinsmehl ist ein Bodenhilfsstoff, der die chemischen, physikalischen und biologischen Eigenschaften von Böden positiv unterstützt bzw. optimiert.
Dem Düngemittelgesetz der Bundesrepublik Deutschland zufolge wird Urgesteinsmehl in § 1 Nr. 1 explizit gleichlautend definiert und somit eindeutig vom Begriff Dünger abgegrenzt.

Wie der Name Mehl verrät, handelt es sich bei Urgesteinsmehl um fein zermahlene Gesteine mit einer Korngröße von 0,063 mm, die wie Mehl wirken – Mehl aus Gesteinen. Die Herkunft der Gesteine für Gesteinsmehl unterscheidet sich, genau wie die entsprechende Farbe von Urgesteinsmehl und Gesteinsmehl.


Gesteinsmehl und Urgesteinsmehl

Im Handel werden beide Begriffe oft synonym zueinander verwendet.
Der wesentliche Unterschied zwischen Urgesteinsmehl und Gesteinsmehl ist die Herkunft der Gesteine und das daraus resultierende Nährstoffangebot.

Urgesteinsmehl wird aus sogenannten Urgesteinen – sprich: Basalt und Diabas, teilweise auch Granit und Gneis – gewonnen.

Gesteinsmehl hingegen wird aus Gesteinen unterschiedlichster Art hergestellt; am häufigsten kommen Quarzit, Schiefer, Syenit und Marmor zum Einsatz.


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Eigenschaften von Urgesteinsmehl

Urgesteinsmehl als Bodenhilfsstoff wird unter anderem zur Anreicherung von Spurelementen und Mineralstoffen verwendet, die sich je nach Ausgangsgestein voneinander unterscheiden. So ist bspw. Marmor ein Gestein, das reich als kalkhaltigen Mineralien ist, und demzufolge als wertvoller Calcium-Lieferant dient. Basalt wird als basisches Gestein definiert, das zum Absäuern von sauren Böden geeignet ist.

Mittels Schnelltest kann der pH-Wert von Böden unkompliziert bestimmt werden und somit auch Art und Menge des Urgesteinsmehl auf den Boden eingestellt werden.


Bild 2: Urgesteinsmehl

Wirkung von Gesteinsmehl


Anwendung von Urgesteinsmehl

Nach dem Auftragen auf den Boden wird das Urgesteinsmehl gleichmäßig untergehoben, sodass das Steinmehl in bis zu 30 cm Wurzeltiefe mit dem Boden vermengt ist.
Bei Pflanzen in Topfkultur oder in Balkonkästen gilt selbiges.


Urgesteinsmehl – Wann aufbringen?

Bei der Verwendung von Urgesteinsmehl und Gesteinsmehl wird auf einen nachhaltigen und langfristigen Effekt gesetzt, weshalb empfohlen wird, etwa alle drei Jahre „nachzudüngen“ - am besten vor Beginn der Vegetations- bzw. Pflanzperiode.


Dosierung von Urgesteinsmehl

Die Menge an Urgesteinsmehl, die auf eine Fläche aufgebracht werden soll, richtet sich nach dem ph-Wert des Bodens.
Auf kalkhaltigen Böden sind ca. 15 kg/100 m² Fläche sinnvoll, während bei Böden mit saurem pH-Wert 20 bis 30 kg Gesteinsmehl auf 100 m² empfohlen werden.
Im kleinen Maßstab, bspw. Balkon oder Blumenkübel: 10 Liter Boden werden mit 100 g Urgesteinsmehl vermengt.


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Letzte Aktualisierung: 7. Mai 2020




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