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Schneeflockenobsidian Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Schneeflockenobsidian - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: snowflake obsidian | französisch: obsidienne flocon de neige

Schneeflockenobsidian
Bild 1: polierter Schneeflockenobsidian

Der Name Schneeflockenobsidian wurde in Anlehnung an das Aussehen des Gesteins gewählt, das an kleine Schneeflocken auf schwarzem Grund erinnert.



Eigenschaften von Schneeflockenobsidian

Schneeflockenobsidian ist eine Varietät von Obsidian und ebenso wie dieser ist Schneeflockenobsidian ein Gestein magmatischen Ursprungs extrusiver Herkunft.
Die Farbe des Gesteins ist dunkelgrau bis schwarz, durchsetzt von weißen schneekristallähnlichen Zeichnungen.
Die Korngröße des Gesteins mit saurer Klassifikation ist sehr feinkörnig. Die Kristallform des vulkanischen Glases ist vorwiegend amorph, durch die radialstrahligen Einschlüsse auch xenomorph. Der Bruch von Schneeflockenobsidian ist muschelig und scharfkantig, die Spaltbarkeit ist nicht vorhanden. Die Mohshärte beträgt 5 bis 5,5, die Dichte beläuft sich auf 2,3 bis 2,6 g/cm3.



Entstehung und Verbreitung von Schneeflockenobsidian

Schneeflockenobsidian ist ein Gesteinsglas, das durch die schnelle Erkaltung vulkanischen Materials bei Eruptionen entsteht, ohne dass Kristallstrukturen erkennbar sind. Die namensgebenden weißen Schneeflocken im Gestein sind auf Bereiche im Obsidian zurückzuführen, in denen das Glas bereits auszukristallisieren beginnt. Dass sich die weißen Zeichnungen zeigen, ist gleichzeitig ein Merkmal des Älterwerdens von Obsidianen. Jüngerer Obsidian ist reinschwarz und mit zunehmendem Alter treten die typischen Schneeflocken hervor.
Die Vorkommen von Schneeflockenobsidianen beschränken sich auf Regionen der Erde, die vom Vulkanismus geprägt sind oder waren. Bedeutende Fundorte befinden sich z.B. in Italien; Island; Griechenland; Türkei; Kanarische Inseln/Spanien und USA.



Schneeflockenobsidian
Bild 2: Schneeflockenobsidian im Detail

Verwendung und Bedeutung von Schneeflockenobsidian

Wie auch der gemeine Obsidian wurden Schneeflockenobsidiane in prähistorischen Zeiten wegen des scharfkantigen Bruchs als Werkzeug genutzt. Weiterhin dienen Schneeflockenobsidiane der Altersbestimmung von Vulkanausbrüchen anhand von Isotopenanalysen des Gesteins. Darüber hinaus wird Schneeflockenobsidian zu Schmucksteinen verarbeitet, wobei die schneeflockenähnlichen Zeichnungen am besten mittels Glattschliffen (Perlen, Cabochons) zur Wirkung kommen.




Siehe auch:
Pechstein und Obsidian unterscheiden
Heilsteine
Schwarze Diamanten

Quellen:
Schumann, W. (1992): Edelsteine und Schmucksteine: alle Edel- und Schmucksteine der Welt; 1500 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München*
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
⇒ Maresch, W., Medenbach, O.; Trochim, H.-D. (1987): Die farbigen Naturführer Gesteine. Mosaik Verlag GmbH München

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Letzte Aktualisierung: 15. Oktober 2018

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