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Limonit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Limonit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: limonite | französisch: limonite


Limonit
Limonit

Etymologisch leitet sich der Name Limonit vom griechischen Wort límne, übersetzt mit See oder Teich, ab und verweist auf die Fundstellen des Erzes in sumpfigen Gebieten.


Eigenschaften von Limonit

Limonit ist ein Gestein bestehend aus verschiedenen Eisenoxiden wie beispielsweise Lepidokrokit oder Goethit.
Limonit ist durch Eisenoxide gelb, ocker, braun oder schwärzlich gefärbt. Auf der Strichtafel hinterlässt das Gestein eine gelbbraune Strichfarbe.
Die Aggregate von Limonit sind massig, traubenförmig oder stalaktitisch-strahlig. Ist Limonit von konzentrischen Schalen umgeben, wird von Brauneisenoolith oder Minette gesprochen.
Das Gestein ist nicht spaltbar, der Bruch ist erdig bis uneben. Limonite sind von durchscheinender bis opaker Transparenz. Der Glanz ist matt bis glasartig.
Limonit weist eine Mohshärte von 5 bis 5,5 auf, die Dichte beträgt 2,9 bis 4,1 g/cm3.


Limonit
Oolithischer Limonit

Entstehung und Verbreitung von Limonit

Limonit entsteht vorwiegend in der Oxidationszone von eisenerzhaltigen Gesteinen (Verwitterung) oder metamorph durch eisenreiche Lösungen, die auf Silikat- oder Karbonatgesteine treffen.
Teilweise bildet das Gestein auf eisenhaltigen Gesteinen oder Mineralen Limonittapeten - dünne Überzüge, bei denen die ursprüngliche Kristallform bleibt erhalten (Perimorphose).
Möglich ist auch die Bildung als Ausfällungsprodukt organischen Ursprungs im Meer- oder Frischwasserbereich.
Funde von Limonit wurden in den Alpen, an der Nord- sowie Ostseeküste wie bspw. Kelstrup/Dänemark; Eschweiler, Trusetal, Erzgebirge/Deutschland; Spanien; Cornwall/England; Elsass/Frankreich; Italien; Nova Scotia/Kanada; Venezuela; Brasilien und Angola belegt.


Limonit
Limonit mit Quarz

Bedeutung und Verwendung von Limoniten

Limonit dient der Herstellung von Farbpigmenten, wird aber auch zur Gewinnung von Eisen genutzt.


Nachweis von Limonit

Beim Erhitzen von Limonit im Reagenzglas wird deutlich sichtbares Kristallwasser freigesetzt. In der Flamme glüht Limonit rot auf. Außerdem ist das Gestein in Säuren löslich.
Limonit fluoresziert nicht.


Siehe auch:
Moqui Marbles
Industrieminerale
Erz


Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München*
Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München*
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*

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Letzte Aktualisierung: 12. November 2018

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