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Grünschiefer Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Grünschiefer - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: greenschist | französisch: schiste vert


Neben der grünlichen Farbe ist es das schiefrige Gefüge, auf das der Name Grünschiefer zurückzuführen ist.


Eigenschaften von Grünschiefer

Grünschiefer ist ein metamorphes Gestein, das unter regionalmetamorphen Bedingungen gebildet wird.
Die Farbe von Grünschiefer ist in den meisten Fällen ein graustichiges Grün.
Der Grund für die Grünfärbung des Gesteins lässt sich mit den Mineralen erklären, aus denen Grünschiefer besteht. Als Hauptgemengteile dominieren an der Zusammensetzung von Grünschiefer grüne Minerale wie Chlorit, Epidot und Aktinolith, aber auch Albit ist ein Mineral, das in Grünschiefer vertreten ist. Die aufgeführten Hauptgemengteile werden durch diverse Nebengemengteile (bis zu fünf Prozent im Gestein vertreten) ergänzt. Namentlich handelt es sich um Muskovit/Glimmer, Magnetit, Pyrit, Hämatit, Quarz, Calcit und Titanit.
Das Gefüge von Grünschiefer ist plattig-schiefrig bis massig bei feinkörniger, gleicher Korngröße der aufbauenden Minerale. Die Dichte beträgt 2,7 bis 2,8 g/cm3.


Entstehung und Verbreitung von Grünschiefer

Grünschiefer ist das Produkt einer niedriggradigen Metamorphose im regionalen Kontext. Das Ausgangsgestein von Grünschiefer sind basische Gesteine, v.a. solche magmatischen Ursprungs. Bei Temperaturen zwischen 350 und 420 °C und bei Druckverhältnissen von zwei bis acht Kilobar erfolgt in einer Tiefe von fünf bis 30 km unterhalb Erdoberfläche die Umwandlung/Metamorphose des Ausgangsgesteins zu Grünschiefer (sog. Grünschieferfazies). Als Zeugnis der Metamorphose steht die Schieferung des neu gebildeten Gesteins, aber auch Minerale, die im Zuge der Gesteinsumwandlung neu entstehen.
Finden kann man Grünschiefer in den deutschen, Schweizer und österreichischen Alpen.


Siehe auch:
- Kontaktmetamorphose und Regionalmetamorphose
- Die Entstehung metamorpher Gesteine
- Verwitterung von Gesteinen


Quellen:
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
⇒ Maresch, W., Medenbach, O.; Trochim, H.-D. (1987): Die farbigen Naturführer Gesteine. Mosaik Verlag GmbH München
Murawski, H. (1992): Geologisches Wörterbuch. Ferdinand Enke Verlag Stuttgart*

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Letzte Aktualisierung: 3. Juli 2018

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