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Gabbro Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Gabbro - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: gabbro | französisch: gabbro


Gabbro
Gabbro

Der Name Gabbro ist gleichzeitig der Name des Ortes, an dem Funde des Gesteins zum ersten Mal beschrieben wurden. Gabbro liegt in der Region Umbrien in Italien und fand im Jahr 1768 erstmals Erwähnung in den Aufzeichnungen des italienischen Naturforschers Giovanni Targioni Tozzetti (1712 bis 1783).


Eigenschaften von Gabbro

Definition: Gabbro ist ein magmatisches Gestein intrusiver Herkunft (Äquivalent zum extrusiven Basalt).
Hauptsächlich am Aufbau des Gesteins sind Plagioklasfeldspäte, v.a. Bytownit und Labradorit vertreten. Untergeordnet enthält Gabbro die Minerale Hornblende, Olivin, Biotit, Klinopyroxene wie Augit und Diopsid, Orthopyroxene, Pyrit, Augit und Magnetit .
Die Varietäten von Gabbro werden in Anlehnung an mengenmäßig hervortretende Gemengteile im Gestein benannt. Troktolith oder auch Forellenstein weist viele Olivine auf, Norit ist geprägt durch höhere Gehalte an Plagioklasen und Orthopyroxenen.
Gabbro ist ein basisches Gestein, dessen Farbe entsprechend dunkel ist: grau bis schwarz, mit grünlichen oder bläulichen Reflexen auf der Gesteinsoberfläche.
Das Gefüge des Gesteins ist grobkörnig, die Gemengteile sind richtungslos kompakt angeordnet. Mitunter kann das Aussehen von Gabbro Gneis ähneln, wie beim lagigen Gabbro, bei dem durch gravitative Entmischung der Gesteinsschmelze schwere, dunklere und leichtere, hellere Minerale abwechselnd in Lagen auskristallisierten.


Gabbro
Gabbro

Entstehung und Verbreitung von Gabbro

Gabbro entsteht durch die Abkühlung magmatischer Intrusionen in der Erdkruste. Entsprechend häufig kommt Gabbro deshalb in Gängen, Stöcken und Dykes vor.
Bedeutende Vorkommen von Gabbro befinden sich in Sudbury, Ontario/Kanada; Kalifornien, Montana/USA; Argentinien; Grönland; Skandinavien; Harz, Odenwald, Hoher Bogen, Schwarzwald/Deutschland; Insel Skye/Schottland; England; Wallis/Schweiz; Transvaal/Südafrika und Indien.


Bedeutung und Verwendung von Gabbro

Aufgrund des Vorhandenseins von Platin, Silber, Kupfer, Nickel, Chrom und Titan im Gestein ist Gabbro ein begehrter Rohstoff zur Gewinnung der genannten Elemente. Anderweitig wird Gabbro, bedingt durch die Verwitterungsstabilität, als Schotter und zur Fassadenverkleidung eingesetzt.


Siehe auch:
Steine und Minerale polieren und schleifen
Kieselsteine
Schwarzer Granit

Quellen:
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München*
⇒ Maresch, W., Medenbach, O.; Trochim, H.-D. (1987): Die farbigen Naturführer Gesteine. Mosaik Verlag GmbH München
Murawski, H. (1992): Geologisches Wörterbuch. Ferdinand Enke Verlag Stuttgart*
Schumann, W. (1994): Steine und Mineralien sammeln; finden, präparieren, bestimmen. BLV Verlag München*

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Letzte Aktualisierung: 3. Juli 2018

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