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Fenit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Fenit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: fenite


Der Name Fenit ist angelehnt an den Ort, an dem die Vorkommen des Gesteins zum ersten Mal beschrieben wurden. Der namensgebende Fen-Komplex befindet sich im Süden von Norwegen.


Eigenschaften von Fenit

Fenite werden aufgrund der Entstehung zu den metamorphen Gesteinen gezählt.
Die Farbe von Fenit variiert zwischen braun, rotbraun, grünbraun und rötlichen Farbtönen.
Ausschlaggebend für die Farbe des Gesteins sind die mineralischen Bestandteile im Fenit. Zur Hauptsache besteht Fenit aus Feldspäten (vorrangig Alkalifeldspäte wie Mikroklin und Orthoklas) und dem Mineral Ägirin. Besonders hohe Anteile an Ägirin verleihen dem Gestein eine grünliche Farbe. Ferner sind Amphibole als Nebengemengteile vorhanden sowie in sehr geringen Anteilen Plagioklas-Feldspäte, Quarze, Magnetit, Titanit, Melanit und zum Teil auch das dunkle Glimmermineral Biotit.
Die Korngröße der Gemengteile im Gestein ist fein- bis grobkörnig; eine Sortierung ist bis auf einige haarfeine Adern nicht zu erkennen.


Entstehung und Verbreitung von Feniten

Fenit ist ein Umwandlungsgestein, das unter kontaktmetamorphen Bedingungen gebildet wird. Die Entstehung von Fenit unterscheidet sich im Detail von anderen metamorphen Gesteinen, die von der Kontaktmetamorphose erfasst werden – wie bspw. Quarzit, Marmor oder Skarn, weshalb die Bildung von Fenit unter dem Begriff Fenitisierung zusammengefasst wird und eine Form der Metasomatose (= einstiger Mineralbestand wird durch hydrothermale und pneumatolytische Prozesse verdrängt) darstellt.
Im Zuge der Fenitisierung werden die ursprünglichen Ausgangsgesteine – insbesondere Gneis und Granit - durch aus tiefliegenden Schichten des Erdinneren aufsteigenden pneumatolytischen, natrium- und kaliumreichen Lösungen im Mineralbestand verändert (v.a. Verdrängung von Quarz) bzw. kommt es zur Mineralneubildungen. Pneumatolytische Lösungen weisen infolge des hohen Anteils an Wasser und Kohlendioxid eine hohe Mobilität auf, weshalb diese leicht in feine Spalten, Klüfte oder Hohlräume eindringen können.
Neben der Typlokalität gibt es weitere Fenit-Vorkommen in anderen Teilen Skandinaviens, Kenia und Indien.


Siehe auch:
Die Entstehung von Gesteinen
Der Unterschied zwischen Kontaktmetamorphose und Regionalmetamorphose

Letzte Aktualisierung: 1. April 2019

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