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Basanit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Basanit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: basanite


Der Name Basanit ist griechischen Ursprungs und wird mit Prüfstein übersetzt. Der Grund dafür ist die Härte und Farbe des Gesteins. Schon Plinius der Ältere beschrieb Verfahren, um mit Prüf- bzw. Probiersteinen die Reinheit von Metallen wie Gold zu testen. Dazu wird das Metall über den harten, dunklen Stein gerieben, infolgedessen die Strichfarbe (pulverisierter Mineralabrieb) erscheint.


Eigenschaften von Basanit

Definition Basanit: Basanit ist ein magmatisches Gestein extrusiver Herkunft (sog. Vulkanit) und alkalischem Chemismus.
Basanit zählt zu den dunklen Gesteinen und kann sowohl von dunkelgrauer, rotbrauner wie auch schwarzer Farbe sein. Die Ursache für die dunkle Farbe von Basanit sind die Minerale, aus denen das Gestein besteht.
Zu den Hauptgemengteilen von Basanit zählen Plagioklas-Feldspäte wie Bytownit und Labradorit, deren Anteil im Gestein zwischen 90 und 100 Vol.-% ausmacht. Alkali-Feldspäte sind mit null bis zu zehn Prozent an der Zusammensetzung beteiligt. Ferner enthält Basanit Foide, namentlich überwiegen Nephelin und Leucit – daher sind bei Vormacht jener Minerale mitunter die Bezeichnungen Nephelinbasanit oder Leucitbasanit üblich. Andere Foide wie Sodalith, Haüyn, Analcim und Nosean sind nur teilweise vorhanden, wobei vor allem Analcim in Hohlräumen des Gesteins auskristallisiert. Außerdem wird Olivin zu den Hauptgemengteilen von Basanit gezählt. Wichtig für die Definition von Basanit ist deren volumenmäßiger Anteil, da Basanit, der weniger als zehn Prozent Olivin aufweist, nicht mehr als Basanit gilt, sondern als Tephrit bezeichnet wird.
Die Nebengemengteile von Basanit werden durch Hornblende, Natrolith, Biotit sowie die Pyroxenminerale Augit, Ägirin und Diopsid auf. Akzessorisch sind Magnetit und Apatit repräsentiert.
Die aufbauenden Minerale von Basanit sind in dichter Packung gelagert und von fein- bis mittelkörniger Korngröße. Das Gefüge ist porphyrisch, d.h. in der gleichkörnigen Gesteinsmatrix existieren vereinzelt Kristalle von Mineralen, die größer und auffälliger sind. Im Fall von Basanit sind es Einsprenglinge von Leucit, Biotit und Plagioklasen, die besonders hervortreten. Die Dichte beträgt 2,4 bis 2,8 g/cm3.


Entstehung und Verbreitung von Basaniten

Basanit ist ein Vulkanit, ein Gestein magmatischen Ursprungs, das durch Erkaltung basanitscher Magmen an der Erdoberfläche gebildet wird. Nach einigen Jahren an der Oberfläche tritt beim Basanit (aber auch bei anderen Magmatiten) eine besondere Verwitterungsform ein: Sonnenbrand genannt. Durch Wasser, welches in Kontakt mit Basanit kommt, entstehen zahlreiche Mineralneubildungen, vor allem durch die Umwandlung der enthaltenen Foide (Nephelin, Sodalith, Leucit, Haüyn). Bei den neu gebildeten Mineralen handelt es sich um Zeolithe, deren Kristallwachstum mit einer Volumenvergrößerung verbunden ist, die das Gestein zerfallen lässt.
Die Vorkommen von Basanit sind an magmatisch bzw. vulkanisch geprägte Gegenden gebunden, so kann man Basanit bspw. am Vogelsberg, Kaiserstuhl, in der Eifel, Rhön und Lausitz/Deutschland sowie auf den Vulkaninseln der Kanaren/Spanien, Azoren und Madeira/Portugal, in Italien, Uganda, Australien und in den USA finden.


Bedeutung und Verwendung von Basanit

Olivinführender Basanit ist vor allem bei Sammlern von Bedeutung, wird aber auch wegen des Minerals als Quelle für diese Schmucksteine geschätzt. Ferner wird Basanit als Schotter oder Zuschlagsstoff in Beton verwendet.


Siehe auch:
Tephrit
Der Unterschied zwischen Lava und Magma
Gestein des Jahres


Quellen:
⇒ Maresch, W., Medenbach, O.; Trochim, H.-D. (1987): Die farbigen Naturführer Gesteine. Mosaik Verlag GmbH München
⇒ Murawski, H. (1992): Geologisches Wörterbuch. Ferdinand Enke Verlag Stuttgart
⇒ Okrusch, M. und S. Matthes (2009): Mineralogie: Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde. Springer Verlag Berlin Heidelberg

Letzte Aktualisierung: 12. Juni 2019

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