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Aplit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Aplit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

Der Begriff Aplit wurde erstmals 1823 in der geologischen Fachliteratur erwähnt. Der deutsche Mineraloge Karl Cäsar von Leonhard (1779 bis 1862) benannte das Gestein angelehnt an den übersichtlichen Mineralbestand Aplit, griech. für einfacher Stein.

Eigenschaften von Aplit
Aplit ist ein Gestein magmatischen Ursprungs mit saurem Chemismus.
Der einfache Stein ist verschieden farbig, möglich sind weiße bis hellgraue, rosafarbene, beige bis gelbe Farbabstufungen.
Die Einfachheit von Aplit wird deutlich, wenn man die Minerale, aus denen Aplit besteht, analysiert. Im Wesentlichen sind es Quarz und Alkalifeldspäte, die als Hauptgemengteile den Großteil des Mineralbestands ausmachen. Die Anzahl und Variabilität der Nebengemengteile ist übersichtlich; es handelt es sich vor allem um Hämatit, Turmalin und Granat, deren Anteil im Gestein zwischen einem und fünf Vol.-% beträgt.
Das Gefüge ist dicht bei zuckerkörniger (d.h. rauer, kristalliner) Textur. Die Korngröße der Gemengteile ist feinkörnig, die Dichte wird mit 2,6 g/cm3 angegeben.

Entstehung und Verbreitung von Aplit
Aplit wird der Entstehung nach den sog. Ganggesteinen zugeordnet. Gesteine, die aus der schnellen Abkühlung von Magmen hervorgehen und während dem Transport Richtung Erdoberfläche in spaltenförmigen Öffnungen in anderen Gesteinen steckenbleiben.
Da Aplit aus dem gleichen Stammmagma gebildet wird wie die Umgebungsgesteine, ist die Zusammensetzung von denen und Aplit nahezu gleich; unterscheiden sich aber in Farbe und Ausprägung. Als Ganggestein sind Aplite zwischen wenigen bis mehreren Zentimetern breit und offensichtlich von den Gesteinen der Umgebung zu unterscheiden. Namentlich handelt es sich bei diesen v.a. um Granit, Granodiorit, Diorit, Syenit und Gabbro.

Quellen:
⇒ Maresch, W., Medenbach, O.; Trochim, H.-D. (1987): Die farbigen Naturführer Gesteine. Mosaik Verlag GmbH München
Murawski, H. (1992): Geologisches Wörterbuch. Ferdinand Enke Verlag Stuttgart
Okrusch, M. und S. Matthes (2009): Mineralogie: Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde. Springer Verlag Berlin Heidelberg

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