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Galenit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Galenit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: galena | französisch: gàlena


Galenit
Galenit

Der Name Galenit wird vom Lateinischen galena abgeleitet, was mit Blei übersetzt wird und sich direkt auf die Zusammensetzung des Minerals bezieht. Bereits zu Zeiten von Plinius dem Älteren (23 bis 75) war Galenit als Bleierz bekannt.
Der Begriff Galenit ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts gängig, nachdem lange Zeit alle metallischen Sulfidmineralien als Bleierz zusammengefasst und nicht näher unterschieden wurden. Der deutsche Mineraloge und Geologe Abraham Gottlob Werner (1749 bis 1819) diesem Thema an und fortan wurden lediglich Bleierze, die aus Bleisulfid bestehen, als Galenit bezeichnet.


Eigenschaften von Galenit

Galenit ist mit der chemischen Zusammensetzung PbS ein Vertreter der Mineralklasse der Sulfide.
Die Farbe von Galenit ist metallisch-grau bis silbrig, kann mit der Zeit blau anlaufen. Die Strichfarbe ist grauschwarz.
Galenit kristallisiert dem kubischen Kristallsystem foglend; typisch sind Würfel, Oktaeder und Tafeln. Zwillingsbildungen sind bei Galeniten rar. Die Aggregate des Minerals erscheinen klumpig, mikrokristallin oder faserig.
Der Bruch des Bleiminerals ist muschelig und spröde, dank der vollkommenen Spaltbarkeit lassen sich definierte Würfel absondern. Der Glanz kann metallisch und matt sein, die Transparenz ist undurchsichtig. Galenit ist mit einer Mohshärte von 2,5 bis 3 ein weiches Mineral, die Dichte beträgt auf 7,2 bis 7,6 g/cm³.


Galenit
Galenit

Entstehung und Verbreitung von Galenit

Galenit kann unter metamorphen wie auch magmatischen Verhältnissen entstehen, bevorzugt Sulfidlagerstätten, die hydrothermal überprägt wurden, wobei die Kristalle von Galenit auch in Adern, Gängen und Flözen in Sedimentgesteinen vorkommen.
Die Vorkommen von Galenit sind mit zahlreichen Mineralien vergesellschaftet, darunter u.a. Zinkblende, Fluorit, Silber, Quarz und Kalkspat.
Galenit zählt zu den Mineralen, die weltweit sehr häufig vorkommen. Beachtliche Funde sind unter anderem in Skandinavien; Schottland; England; Wales; Irland; Frankreich; im Erzgebirge, Nordhausen, Schnellbach, Gera, Goslar, Münsterland, Sauerland, Westerwald, Eifel, Hunsrück, Odenwald, Oberpfälzer Wald, Saarlouis, Schwarzwald/Deutschland; Wallis/Schweiz; Hohe Tauern, Kreuzbergl, Saualpe, Moschkogel, Tanzenberg/Österreich; Portugal; Spanien; Italien; Tschechien; Slowakei; in den Staaten auf der Balkanhalbinsel; Ukraine; Russland; im zentralen und südlichen Afrika; Saudi-Arabien; Tadschikistan; Afghanistan; Indien; Thailand; China; Japan; Malaysia; Papua-Neuguinea; Australien; Neuseeland; Süd-, Mittel- sowie Nordamerika möglich.


Verwendung und Bedeutung von Galenit

Galenit ist von hoher Bedeutung für die Gewinnung von Blei. Das Mineral besteht bis zu 86,6 % aus Blei, aber auch andere Metalle sind als Beimengung in Spuren in Galenit vorhanden. Mit einem Anteil von bis zu einem Prozent ist allen voran Silber zu nennen, gefolgt von Gold, Bismut, Selen, Kupfer, Arsen, Zink, Eisen, Zinn, Antimon und Cadmium, die Galenit wirtschaftlich interessant machen.


Nachweis von Galenit

Galenit ist in Salzsäure unter Entwicklung von Schwefelwasserstoff löslich. Unter Einwirkung von Sauerstoff reagiert Galenit mit selbigen und kann sich in die Minerale Pyromorphit, Anglesit oder Cerussit umwandeln. Im Elektroofen schmilzt Galenit bei 1114°C.
Galenit fluoresziert nicht.


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Siehe auch:
Erz
Magnetit
Seltene Erden


Quellen:
⇒ Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
⇒ Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
⇒ Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München
⇒ Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
⇒ Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
- www.mindat.org - galena

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Letzte Aktualisierung: 3. Juli 2019

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