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Fayalit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Fayalit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: fayalite | französisch: fayalite


Fayalit
Fayalitkristalle

Die früheste Beschreibung des Minerals Fayalit stammt aus dem Jahr 1840 und geht auf den deutschen Chemiker Christian Gottlob Gmelin (1792 bis 1860) zurück. Er entdeckte das Mineral auf Ilha do Faial, einer zu den portugiesischen Azoren gehörenden Insel und gab dem Mineral den an den Inselnamen angelehnten Namen Fayalit.


Eigenschaften von Fayalit

Fayalit ist ein Silikatmineral bestehend aus Fe2SiO4. Innerhalb der Silikatminerale ist Fayalit das eisenreiche Endglied der Olivin-Reihe.
Die Farbe von Fayalit variiert zwischen gelb, grün, schwarz, grau oder rotbraun. Hohe Gehalte an Eisen färben das Mineral dunkler, während Mangan für rötliche Färbungen verantwortlich ist. Die Strichfarbe von Fayalit ist in allen Fällen weiß.
Fayalit kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem. Die Kristalle sind tafelig oder prismatisch. Die Aggregate sind körnig bis massig.
Der Glanz der Olivin-Varietät ist glasartig, zuweilen auch metallisch bei durchsichtiger bis undurchsichtiger Transparenz. Der Bruch ist muschelig, die Spaltbarkeit ist gut.
Die Mohshärte von Fayalit beträgt 6,5 bei einer Dichte von 3,27 bis 4,3 g/cm³.


Fayalit
Fayalit

Entstehung und Verbreitung von Fayalit

Aufgrund des hohen Schmelzpunktes ist Fayalit eines der ersten Kristallisationsprodukte mafischer (magnesium- und eisenhaltiger) Magmen.
Zudem ist Fayalit als mineralischer Bestandteil in vielen Plutoniten und Vulkaniten wie Basalt, Melaphyr, Gabbro oder Diabas enthalten. Weitere Fayalit-Vorkommen wurden auch in Eisen-Nickel-Meteoriten identifiziert.
Zu den Begleitmineralien von Fayalit zählen u.a. Quarz, Magnetit, Amphibole, Almandin, Augit und Hedenbergit. Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit Vesuvian, Prehnit, Diopsid, Turmalin, Smaragd oder Beryll.
Die Vorkommen von Fayalit sind an vom Vulkanismus geprägten Gebiete der Erde gebunden, u.a. in Norwegen; Schweden; Finnland; Zentralmassiv/Frankreich; Eifel, Harz/Deutschland; Österreich; Italien; Russland; Rumänien; Ungarn; Tschechien; Slowakei; Azoren/Portugal; Israel; Indien; Algerien; Ägypten; Namibia; Nigeria und USA.


Verwendung und Bedeutung von Fayalit

Fayalit in Edelsteinqualität ist vor allem für die Herstellung von Schmuck von Bedeutung, wird aber auch als Olivinsand für Sandstrahlarbeiten verwendet.


Siehe auch:
Farbedelsteine und die Bewertung der Qualität von farbigen Edelsteinen
Grüne Diamanten
Die teuersten Mineralien der Welt


Quellen:
⇒ Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
⇒ Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
⇒ Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
⇒ Booth, B. (1999): Steine und Mineralien. Könemann Verlag Köln
⇒ Altaba, M. F. und G. Tanelli (1995): Wissen heute auf einen Blick - Mineralogie. Neuer Kaiser Verlag GmbH, Klagenfurt
- www.mindat.org - fayalite

Letzte Aktualisierung: 25. Juni 2019

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