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Willemit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Willemit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: willemite | französisch: willémite


Der Namenspate des Minerals Willemit ist der niederländische König Willem Frederik van Oranje-Nassau I. (1772 bis 1834).
Der alternative Name Belgit wurde in Anlehnung an den ersten Fund von Willemit im Jahr 1830 in Kelmis/Belgien gewählt.


Eigenschaften von Willemit

Mit der Zusammensetzung Zn2(SiO)4 wird Willemit der Mineralklasse der Silikate zugeordnet. Troostit ist eine Willemit-Varietät.
Reiner Willemit ist farblos. Infolge von elementaren "Verunreinigungen" kann Willemit auch von gräulicher, grünlicher, gelblicher, bräunlicher, rötlicher oder bläulicher Farbe sein. Die Strichfarbe ist weiß.
Willemit kristallisiert im trigonalen Kristallsystem. Die Kristalle sind nadelig, tafelig oder säulig. Die Aggregate erscheinen fein- bis grobkörnig, massig, derb oder traubenförmig.
Willemite weisen Glas- bis Fettglanz auf, die Transparenz ist durchsichtig bis durchscheinend. Der Bruch ist muschelig-spröde, die Spaltbarkeit ist vollkommen. Die Mohshärte beträgt 5,5 bei einem spezifischen Gewicht von 3,9 bis 4,2.


Entstehung und Verbreitung von Willemit

Die Bildung von Willemit steht im Zusammenhang mit der Alteration zink- und manganhaltiger Lagerstätten, weshalb Willemit ein Vertreter der Sekundärminerale ist, das unter anderem aus Zinkblende hervorgeht.
Zusammen mit den Vorkommen des zinkhaltigen, seltenen Minerals sind u.a. Hemimorphit, Rhodonit, Smithsonit, Zinkit, Franklinit, Calcit, Limonit, Malachit, Cerussit, Duftit und Rosasit assoziiert.
Nennenswerte Fundorte befinden sich bspw. in Värmland/Schweden; Kilkenny/Irland; Lüttich, Limburg/Belgien; Iserlohn, Goslar/Deutschland; Kärnten/Österreich; Toskana, Ligurien, Sardinien/Italien; Mongolei; Kongo; Guchab, Tsumeb/Namibia; Kabwe/Sambia; Honshu/Japan; Südaustralien/Australien; New Mexiko, Arizona, Kalifornien, New Jersey/USA und Labrador, Quebec, Neufundland/Kanada.


Verwendung und Bedeutung von Willemit

Willemit ist als Zeigermineral von Zink vor allem im Erzabbau von Bedeutung.


Nachweis von Willemit

Willemit ist in Salzsäure löslich. Dabei entstehen Kieselsäurerückstände.
Zudem zeigt Willemit eine grüne Fluoreszenz und phosphoresziert, d.h. nach dem Ausschalten der UV-Lampe leuchtet das Silikatmineral kurz nach.


Siehe auch:
Die Entstehung von Mineralen
Seltene Minerale
Zinkhaltige Minerale


Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag*
Schumann, W. (1992): Edelsteine und Schmucksteine: alle Edel- und Schmucksteine der Welt; 1500 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München*
- www.mindat.org - willemite

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Letzte Aktualisierung: 28. September 2018

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