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Tugtupit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Tugtupit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: tugtupite | französisch: tugtupite


Der Name Tugtupit stammt aus dem Grönländischen und wird mit Rentierblutstein übersetzt – angelehnt an die blutrote Farbe des Minerals, das 1957 in Tugtup Agtarkorfia/Grönland erstmals entdeckt wurde.


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Eigenschaften von Tugtupit

Mit der chemischen Zusammensetzung Na4[Cl|BeAlSi4O12] ist Tugtupit ein Vertreter der Silikatmineralien. Innerhalb der Silikate gehört Tugtupit zur Sodalith-Reihe, die neben Tugtupit von den Mineralien Sodalith, Helvin, Hauyn, Nosean, Lasurit und Danalith repräsentiert wird.
Die Farbe von Tugtupit variiert zwischen weiß, rosa, rosaviolett, rot (vergleich mit dem Rot von Rubinen), grün und bläulich bei weißer Strichfarbe.
Das berylliumhaltige Mineral kristallisiert dem tetragonalen Kristallsystem folgend und bildet nur mikroskopisch kleine Kristalle. Die Aggregate sind derb. Körnig und oftmals mit weißem Quarz verwachsen.
Tugtupit ist von glasartigem Glanz, die Transparenz ist durchscheinend bis undurchsichtig. Der Bruch ist uneben bis muschelig, die Spaltbarkeit ist deutlich ausgeprägt. Die Mohshärte von Tugtupit beträgt 5,5 bis 6 bei einer Dichte von 2,36 bis 2,37 g/cm³.


Entstehung und Verbreitung von Tugtupit

Als Mineral magmatischen Ursprung entsteht Tugtupit unter hydrothermalen Bedingungen in Syeniten und Pegmatiten (Näheres siehe: Die Entstehung von Mineralien).
Tugtupit zählt zu den sehr selten vorkommenden Mineralien, das neben der Typlokalität in Grönland noch in Kanada und auf der Halbinsel Kola in Russland gefunden wurde.


Verwendung und Bedeutung von Tugtupit

Aufgrund der Seltenheit ist Tugtupit vor allem für die Wissenschaft und für Sammlungen von Interesse. Teilweise wird der Stein auch zu Schmuck verarbeitet und als Heilstein angeboten, wobei die Heilwirkung von Tugtupit in klinischen Untersuchungen nicht nachgewiesen werden konnte.


Nachweis von Tugtupit

Tugtupit weist eine deutliche Fluoreszenz auf; unter kurzwelligem UV- Licht erscheint das Mineral intensiv pinkrot, während Tugtupit unter langwelligem UV-Licht orange fluoresziert. Zudem wird die Farbe von Tugtupit unter dem Einfluss von UV-Strahlen, auch im Zusammenhang mit Sonnenlicht, intensiviert – der Effekt ist jedoch nicht dauerhaft.


Siehe auch:
Rubine aus Grönland
Farbedelsteine
Rote Diamanten


Quellen:
Schumann, W. (2017): Edelsteine und Schmucksteine: alle alle Arten und Varietäten; 1900 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München*
Schumann, W. (1992): Edelsteine und Schmucksteine: alle Edel- und Schmucksteine der Welt; 1500 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München*
Schumann, W. (2017): Edelsteine und Schmucksteine: alle alle Arten und Varietäten; 1900 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München*
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag*

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Letzte Aktualisierung: 27. März 2019

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