Logo

Thomsonit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 




Thomsonit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

ThomsonitFür die Benennung des Thomsonit wurde der schottische Chemiker Thomas Thomsonit (1773 bis 1852) als Namenspate gewählt.

Eigenschaften
Thomsonit ist ein Silikat bestehend aus NaCa2Al5Si5O20·6H2O. Spezieller wird Thomsonit der Zusammensetzung wegen den Zeolithen, genauer den Faserzeolithen, zugeordnet.
Die Farbe von Thomsonit ist weiß oder farblos, kann aber auch bräunlich, grünlich, gelblich oder rötlich sein. Die Strichfarbe ist weiß.
Das Silikat kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem. Die Kristalle sind prismatisch, kurzsäulig oder nadelig. Die Aggregate von Thomsonit sind derb, radialstrahlig angeordnet oder stengelig.
Der Glanz ist glas- oder perlmuttartig bei durchsichtiger bis durchscheinender Transparenz. Thomsonit weist einen unebenen, halbmuscheligen Bruch auf, die Spaltbarkeit ist sehr vollkommen ausgeprägt.
Die Mohshärte von Thomsonit beträgt 5 bis 5,5 bei einem spezifischen Gewicht von 2,25 bis 2,40.

Thomsonit Entstehung und Verbreitung
Thomsonit geht aus magmatischen Schmelzen hervor, kann aber auch als Bindemittel in Sedimentgesteinen, z.B. Sandstein, oder in metamorphen Gesteinen enthalten sein. Am häufigsten ist das Mineral in Magmatiten basischer Zusammensetzung zu finden.
Neben weiteren Zeolithen wie Analcim und Phillipsit können Quarz und Calcit mit Thomsonit vergesellschaftet sein.
Fundorte von Thomsonit wurden u.a. in Basalten auf den Färöer-Inseln, Grönland und Island dokumentiert. Weiter Fundstellen des Minerals befinden sich in Gilpatrick/Schottland; Eisenach (Thüringen), Darmstadt (Hessen), Eifel, Kaiserstuhl/Deutschland; Böhmen/Tschechien; Ligurien, Catania/Italien; Rumänien; Wladiwostok, Halbinsel Kola/Russland; Colorado, Minnesota, Oregon, Kalifornien/USA.

Verwendung
Wie alle Zeolithe, so ist auch Thomsonit in der Wasserenthärtung von Bedeutung (mehr dazu im Steckbrief Natrolith). Weiterhin werden derbe Aggregate zu Schmuck verarbeitet.

Nachweis
Um Verwechslungen mit dem ähnlich aussehenden Prehnit auszuschließen, eignet sich der Salzsäuretest, da sich Thomsonit in selbiger auflöst. Dabei entsteht ein gelbliches Gel. Zudem gibt Thomsonit bei Erwärmung in einem kontinuierlichen Strom Kristallwasser frei.

Quellen:
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München
Schumann, W. (1992): Edelsteine und Schmucksteine: alle Edel- und Schmucksteine der Welt; 1500 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München
- www.mindat.org - thomsonite-ca

Börsenkalender

Mineralienboersen Kalender
Hier gelangen Sie direkt zum Börsenkalender

Unsere Geschenkempfehlung

Hochwertiger Monatskalender mit professionellen Fotos von 12 Mineralien

Kosmos Mineralienführer

Mehr Details


angeboten bei Amazon

Mineralien-Steckbriefe