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Tennantit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Tennantit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: tennantite | französisch: tennantite


Der Name Tennantit geht auf Smithson Tennant (1761 bis 1815) zurück, seines Zeichens britischer Chemiker. Nach ihm wurde das Mineral 1821 benannt, nachdem das Mineral Tennantit erstmals im Jahr 1819 in Redruth in Cornwall/England gefunden wurde.


Eigenschaften von Tennantit

Tennantit, oder auch Arsenfahlerz, ist ein Sulfidmineral mit folgender Zusammensetzung: Cu12As4S13.
Das kupferhaltige Mineral ist von mittel- bis dunkelgrauer Farbe mit einem Stich in Bläuliche oder Grüne, wobei die farblichen Feinheiten Rückschlüsse auf Einschlüsse von Metallen ermöglichen. So ist bspw. wismut- und quecksilberhaltiger Tennantit vergleichsweise hell und von gelbgrauer Farbe, währenddessen eisen- und zinkreiche Exemplare des Minerals nahezu schwarz sind. Entsprechend variiert auch die Strichfarbe zwischen dunkelbraun, rotschwarz bis schwarz.
Tennantit kristallisiert im kubischen Kristallsystem und bildet tetraedrische Kristalle. Die Aggregate sind massig oder körnig.
Der Glanz von Tennantit ist metallisch bei undurchsichtiger Transparenz. Eine Ausnahme stellen feinste Tennantitsplitter dar, die eine durchscheinende Transparenz aufweisen. Der Bruch ist uneben bis muschelig, die Spaltbarkeit ist nicht vorhanden. Ähnlich wie die Farbe ist auch die Mohshärte von Tennantit abhängig von Fremdbeimengungen, weshalb die Härte im Bereich von 3 bis 4,5 schwankt. Das spezifische Gewicht beträgt 4,6 bis 5,1.


Entstehung und Verbreitung von Tennantit

Tennantit ist ein Mineral hydrothermalen Ursprungs, das unter niedrig- bis mittelgradigen Temperaturbedingungen entsteht (mehr dazu siehe: Die Entstehung von Mineralen). Möglich ist aber auch die Bildung unter kontaktmetamorphen Verhältnissen (aufsteigendes Magma dringt in bestehende Gesteine ein, wandelt diese aufgrund des Einflusses der Temperatur um; Folge: Mineralumwandlungen und –neubildungen).
Dabei ist Tennantit u.a. mit Quarz, Dolomit, Calcit, Siderit, Fluorit, Baryt, Pyrit und Galenit assoziiert.
Tennantit ist ein weltweit sehr häufig verbreitetes Mineral, das z.B. in Skandinavien, Mittel-, Ost- und Südosteuropa, im Süden Afrikas, in weiten Teilen Asiens, Australien, Süd-, Mittel- und Nordamerika vorkommt.


Bedeutung und Verwendung von Tennantit

Aufgrund der Gehalte an Kupfer, teilweise auch Quecksilber und Eisen ist das Mineral ein bedeutendes Erz zur Gewinnung der genannten Metalle.


Nachweis von Tennantit

Tennantit löst sich in Salpetersäure auf.


Siehe auch:
Erz
Kristallwasser
Edelmetalle als Wertanlage


Quellen:
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München*
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
Okrusch, M. und S. Matthes (2009): Mineralogie: Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde. Springer Verlag Berlin Heidelberg*
www.mindat.org - tennantite

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Letzte Aktualisierung: 12. Oktober 2018

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