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Sugilith Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Sugilith - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: sugilite | französisch: sugilite


Sugilith
Sugilith

Im Jahr 1944 entdeckte der japanische Petrologe Ken-ichi Sugi (1901 bis 1948) auf der Insel Swagi/Japan ein Mineral, das ihm zu Ehren 1976 den Namen Sugilith erhielt.



Eigenschaften von Sugilith

Sugilith ist mit der chemischen Zusammensetzung
KNa2Li3[Fe,Al,Mn)2Si12O30 ein Vertreter der Mineralklasse der Silikate.
Die Farbe von Sugilith ist vorwiegend violett, möglich sind ebenso rosafarbene bis pinke, rote oder gelbbraune Exemplare. Die Strichfarbe ist weiß.
Sugilith kristallisiert im hexagonalen Kristallsystem. Die Kristalle sind langprismatisch und nadelig, die Aggregate sind massig und körnig ausgeprägt oder bilden Kristallrasen.
Der Glanz des Minerals ist glasartig bei durchsichtiger bis durchscheinender Transparenz. Der Bruch ist muschelig bis uneben, die Spaltbarkeit ist nicht vorhanden. Mit einer Mohshärte von 6 bis 6,5 ist Sugilith ein hartes Mineral, dessen Dichte 2,74 bis 2,79 g/cm3 beträgt.



Entstehung und Verbreitung von Sugilith

Sugilith entsteht durch die hydrothermale Überprägung magmatischer Tiefengesteine wie Granit und Syenit.
Die Funde von Sugilith werden von einer Reihe weiterer Minerale begleitet, darunter zum Beispiel Albit, Apatit, Biotit, Pektolith, Zirkon, Ägirin, Titanit und Quarz.
Sugilith ist ein sehr seltenes Mineral. Die Vorkommen beschränken sich auf einige wenige Fundorte in Ligurien, Toskana/Italien; Indien; Turkestan; Tadschikistan; Iwaki/Honshu, Shikoku/Japan; Südafrika; New Southwales/Australien und Quebec/Kanada.



Verwendung und Bedeutung von Sugilith

Aufgrund der Seltenheit ist Sugilith insbesondere für Mineralien-Sammlungen von Bedeutung.
Daneben hat sich Sugilith in den letzten Jahren als ein begehrter Schmuckstein etabliert, der insbesondere in Glattschliffen (z.B. Cabochon, Donuts, Perlen und Kugeln) gehalten wird, um die Farbe zu betonen. Dabei erzielen vor allem Sugilithe, die von leuchtend violetter Farbe sind und wenig Muttergestein aufweisen, die höchsten Preise.
Des Weiteren wird Sugilith als Heilstein gehandelt, auch wenn die Heilwirkung von Sugilith in klinischen Untersuchungen nicht bestätigt werden konnte.


Nachweis von Sugilith

Um Verwechslungen mit farblich ähnlichen Mineralien wie Amethyst, Dumortierit, Sogdianit oder Purpurit auszuschließen, kann der Pleochroismus von Sugilith herangezogen werden, der rosa erscheint.

Sonstiges: Sugilith ist ebenfalls unter den Synonymen bzw. Handelsnamen Luvulith und Royal Azel bekannt.



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Siehe auch:
Die teuersten Mineralien der Welt
Violette Diamanten
Farbedelsteine und die Bewertung der Qualität von Farbedelsteinen



Quellen:
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag*
- www.mindat.org - sugilite

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Letzte Aktualisierung: 28. Oktober 2018

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