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Strengit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Strengit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: strengite


Strengit
Strengit

Der Name Strengit wurde zu Ehren des deutschen Mineralogen Johann Friedrich Streng (1830 bis 1897) gewählt, wobei die Initiative zur Namensgebung von August Nies (1854 bis 1931) ausging. Der deutsche Mineraloge war einst Student bei Johann Friedrich Streng. Als Typlokalität gilt das Biebertal bei Gießen, wo das Mineral im Jahr 1877 zum ersten Mal in der Grube Eleonore gefunden wurde.


Eigenschaften von Strengit

Strengit ist ein Mineral aus der Klasse der Phosphate, Arsenate und Vanadate bestehend aus Fe(PO4)·2H2O.
Die Farbe des kristallwasserhaltigen Eisenphosphats variiert zwischen farblos, weiß, orange, rot, rosa und violett bei weißer Strichfarbe.
Strengit kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem. Die Kristalle sind oktaedrisch, kurzprismatisch, dünn- und dicktafelig. Die Aggregate sind traubenförmig, radialstrahlig angeordnet oder erscheinen als krustenartiger Überzug.
Der Glanz von Strengit, ist glasartig, die Transparenz ist durchsichtig bis durchscheinend. Strengite sind durch einen muscheligen Bruch gekennzeichnet, die Spaltbarkeit ist vollkommen. Die Mohshärte des Minerals beträgt 3 bis 4, das spezifische Gewicht schwankt zwischen 2,84 bis 2,87.


Entstehung und Verbreitung von Strengit

Strengit entsteht im Bereich des sogenannten Eisernen Huts, also in Bereichen von Erzlagerstätten, die durch oxidierende Vorgänge geprägt sind. Im Fall von Strengit sind dies eisenhaltige Phosphatlagerstätten, sowohl in Form von entsprechenden Mineralen oder Gesteinen wie bspw. Pegmatiten. Damit wird Strengit den sekundären Mineralen zugeordnet.
Die Vorkommen von Strengit werden von zahlreichen Mineralen begleitet, darunter bspw. Stewartit, Phosphosiderit, Leucophit, Beudantit, Apatit, Vivianit und Bermanit.
Bekannte Fundorte von Strengiten befinden sich z.B. in Kiruna/Schweden; Halbinsel Kola/Russland; Cornwall, Cumberland/England; Wetzlar, Gießen (Hessen), Hagendorf (Bayern)/Deutschland; Frankreich; Sardinien/Italien; Portugal; Spanien; Batu Pahat/Malaysia; Iran; Liberia; Brasilien; Mexiko; Tarapaca/Chile; Cordoba/Argentinien; South Dakota, New Hampshire, Virginia, Alabama, Kalifornien/USA; Südaustralien, Victoria/Australien.


Bedeutung und Verwendung von Strengit

Strengit gilt aufgrund der wenigen Vorkommen zu den seltenen Mineralen. Deshalb ist das Mineral trotz hoher Eisengehalte fast nur für Mineraliensammlungen von Bedeutung.


Nachweis von Strengit

Strengit löst sich in Salzsäure auf.


Siehe auch:
Erz
Schlacke
Steine und Minerale finden


Quellen:
Bauer, J.; Tvrz, F. (1993): Der Kosmos-Mineralienführer. Mineralien Gesteine Edelsteine. Ein Bestimmungsbuch mit 576 Farbfotos. Gondrom Verlag GmbH Bindlach*
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag*
Medenbach, O.; Sussieck-Fornefeld, C.; Steinbach, G. (1996): Steinbachs Naturführer Mineralien. 223 Artbeschreibungen, 362 Farbfotos, 250 Zeichnungen und 30 Seiten Bestimmungstabellen. Mosaik Verlag München*
- www.mindat.org - strengite

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Letzte Aktualisierung: 28. Oktober 2018

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