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Stichtit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Stichtit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: stichtite | französisch: stichtite


Namenspate des 1910 in Tasmanien/Australien entdeckten Minerals Stichtit ist der US-amerikanische Metallurge Robert Carl Sticht (1856 bis 1922), der unter anderem auch im australischen Bergbau tätig war. Der Ort der Erstentdeckung ist heute unter dem Namen Stichtit Hill bekannt.


Eigenschaften von Stichtit

Stichtit ist ein kristallwasserhaltiges Carbonatmineral mit der chemischen Zusammensetzung Mg6Cr2CO3(OH)16·4H2O.
Die Farbe von Stichtit variiert zwischen rosa und verschiedenen Violetttönen, die von fliederfarben bis intensiv lila erreichen. Aufgrund de Farbe und Erscheinung des Minerals liegt die Verwechslung mit dem ebenfalls lilafarbenen Mineral Charoit nahe. Die Strichfarbe von Stichtit ist hellviolett.
Stichtit kristallisiert dem trigonalen Kristallsystem folgend und bildet blättrige Kristalle. Die Aggregate des Minerals sind faserig bis derb.
Der Glanz des Carbonatminerals kann wachsartig bis fettig oder perlmuttartig sein. Stichtit ist von durchscheinender bis undurchsichtiger Transparenz bei vollkommener Spaltbarkeit. Mit einer Mohshärte von 1,5 bis 2 zählt Stichtit zu den weichen Mineralien. Die Dichte beträgt 2,16 bis 2,18 g/cm³.


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Entstehung und Verbreitung von Stichtit

Stichtit ist ein Sekundärmineral, das aus der Alteration bzw. Umwandlung bestehender Mineralien hervorgeht, insofern hydrothermale Lösungen den existenten Mineralbestand – im Fall von Stichtit: chromhaltiger Serpentinit – chemisch verändern. Nicht selten kommt Stichtit in Form von einzelnen Flecken, Adern oder marmorähnlichen Zeichnungen im Muttergestein Serpentinit vor.
Die Vorkommen von Stichtit werden neben Calcit und Serpentin auch von Chromit, Antigorit sowie Barbertonit begleitet.
Abgesehen von der Typlokalität und anderen Fundstellen in Australien befinden sich weitere Fundorte von Stichtit in Österreich, Russland, Marokko, Südafrika, Indien, Neuseeland, Mexiko und Kanada.


Verwendung und Bedeutung von Stichtit

Neben der Verwendung als Heilstein, dessen Wirkung wissenschaftlich nicht erbracht werden konnte, wird Stichtit zu Schmuck verarbeitet. Aufgrund der geringen Härte wird das Mineral mit Wachs, Kunststoff oder Harz ummantelt, um zu verhindern, dass Stichtit zerbricht oder zerkratzt.


Atlantisit und Stichtit

Verwachsungen von grünem Serpentin und violettem oder rosafarbenem Stichtit werden mitunter unter dem Handelsnamen Atlantisit verkauft.


Siehe auch:
Seltene Mineralien
Violette Diamanten
Handelsnamen von Mineralien und Edelsteinsynthesen


Quellen:
Schumann, W. (2017): Edelsteine und Schmucksteine: alle alle Arten und Varietäten; 1900 Einzelstücke. BLV Bestimmungsbuch, BLV Verlagsgesellschaft mbH München*
Korbel, P.; Novak, M. und W. Horwath (2002): Mineralien Enzyklopädie, Dörfler Verlag*
www.mineralienatlas.de - Stichtit
www.mindat.org - stichtite

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Letzte Aktualisierung: 28. Oktober 2018

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