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Serendibit Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Serendibit - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: serendibite


Über die ersten Funde des Minerals Serendibit wurde im Jahr 1902 berichtet, nachdem einigen Kristalle in Gangapitiya in Sri Lanka entdeckt wurden.
In Anlehnung an die Typlokalität (= Ort der Erstentdeckung) wurde der veraltete, aus dem Arabischen stammende Name für Sri Lanka - Serendib – Serendibit gewählt. Teilweise ist das Mineral auch unter dem Synonym Srilankait bekannt.


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Eigenschaften von Serendibit

Serendibit ist ein Silikatmineral mit der chemischen Zusammensetzung Ca2(Mg,Al)6(Si,Al,B)6O20.
Die Farbe von Serendibit variiert zwischen verschiedenen Blautönen: hellblau, graublau, grünblau bis dunkelblau, das fast schwarz wirkt. Daneben kann Serendibit von grüner, brauner, gelber, schwarzer und weißer Farbe sein. Die Strichfarbe ist in allen Fällen weiß.
Serendibit kristallisiert dem triklinen Kristallsystem folgend und bildet tafelige Kristalle, die von geringer Größe sind. Im Durchschnitt sind die Kristalle 2 cm groß.
Serendibit weist einen glasartigen Glanz bei durchsichtiger bis undurchsichtiger Transparenz auf. Die Spaltbarkeit des Minerals ist gut. Die Mohshärte von Serendibit beträgt 6,5 bis 7 – vergleichbar mit der Härte von Quarz (z.B. Rosenquarz, Bergkristall, Citrin und Amethyst). Die Dichte wird mit 3,42 bis 3,52 g/cm³ angegeben.


Entstehung und Verbreitung von Serendibit

Serendibit ist ein Mineral metamorphen Ursprungs (siehe: Die Entstehung von Mineralien). Voraussetzung für die Entstehung von Serendibit sind kalkhaltige Gesteine, die aufgrund geologischer Vorgänge, bspw. aufsteigende Magmen, mit borhaltigen Lösungen in Kontakt gelangen. Während des Prozesses der sog. Metasomatose werden bereits existente Mineralien durch die Zufuhr „neuer“ chemischer Verbindungen umgewandelt.
Die Vorkommen von Serendibit sind deshalb an Skarne oder Kalkgesteine wie Kalkstein gebunden, in die magmatische Lösungen intrudierten und bspw. in Form der Gesteine Tonalit, Granit und Granulit erhärteten.
Die Funde von Serendibit sind mit zahlreichen Mineralien vergesellschaftet, darunter z.B. Phlogopit, Plagioklas, Skapolith, Fassait, Forsterit, Graphit, Grandidierit, Uvit, Spinell, Diopsid, Calcit sowie Apatit.
Neben den Serendibit-Vorkommen in Sri Lanka befinden sich weitere Fundorte in Yakutien/Russland, Tansania, Madagaskar, Myanmar sowie in den USA.


Verwendung und Bedeutung von Serendibit

Serendibit zählt zu den am seltensten vorkommenden Mineralien der Welt. Steine in Edelsteinqualität, die sich durch eine hohen Reinheit und intensive, gleichmäßige Farbe auszeichnen, gelten auf dem internationalen Mineralienmarkt zu den begehrtesten Farbedelsteinen und werden zu hohen Preisen verhandelt, die durchaus mit dem Wert von Diamanten mithalten können.
Daneben ist das Mineral von Interesse für Mineraliensammlungen.


Siehe auch:
Die teuersten Edelsteine der Welt
Edelsteine und Mineralien als Wertanlage
Blaue Diamanten


Quellen:
www.mindat.org - serendibite
www.mineralienatlas.de – Serendibit

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Letzte Aktualisierung: 27. Oktober 2018

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