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Sandrose Mineralien-Steckbrief

In unserer Gesteins- und Mineraliendatenbank erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten Exemplaren. Die Steckbriefe sind thematisch und alphabetisch kategorisiert. Wir sind bestrebt die Anzahl der Einträge zu erweitern und nehmen gern Vorschläge von unseren Lesern entgegen.

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Sandrose - Eigenschaften, Entstehung und Verwendung

englisch: desert rose (crystal) | französisch: rose des sables

Wüstenrose
Sandrose

Sandrosen sind rosettenförmig angeordnete Aggregate von Gipskristallen, die Einschlüsse von Sand aufweisen und den Anschein von versteinerten Rosen erwecken.


Eigenschaften von Sandrosen

Sandrosen bestehen aus zwei Mineralien: Gips und Sand, d.h. Quarz.
Gips kristallisiert dem monoklinen Kristallsystem folgend und bildet tafelförmige, blattartige Kristalle, deren Aggregate im Fall von Sandrosen blütenartig angeordnet sind.
Der Hauptbestandteil von Sand ist Quarz, der über die physikalische und/oder chemische Verwitterung zu einem losen, lockeren Sediment zerkleinert wurde. Die Farbe von Quarzsand variiert mit den Quarzvarietäten: während farbloser Bergkristall farblosen Sand erzeugt, ist Sand aufgrund von Milchquarz, Rosenquarz oder Rauchquarz weiß, rosa bzw. braun.

Tabelle: Die Eigenschaften von Sandrosen
EigenschaftBeschreibung
Chemische Zusammensetzung CaSO4·2H2O/Gips und SiO2/Quarz
Mineralklasse Sulfatmineral/Gips und Oxidmineral/Quarz
Farbe weiß, beige, hellbraun, gelblich, rötlich
Strichfarbe weiß
Glanz erdig, matt
Transparenz undurchsichtig
Bruch splittrig
Spaltbarkeit vollkommen
Mohshärte 1,5 bis 2
Dichte 2,32 g/cm³


Entstehung und Verbreitung von Sandrosen

Sand- bzw. Wüstenrosen entstehen bevorzugt in ariden, trockenen Gebieten. Die besten Entstehungsbedingungen finden sich in den Wüsten Nordafrikas (Marokko, Algerien und Tunesien) sowie in Namibia und Mexiko wieder.
Als Mineral sedimentären Ursprungs gehen Sandrosen aus der Verdunstung von sulfathaltigen Lösungen, die in Lockersand zirkulieren hervor, sodass während des Kristallwachstums Sand in die Gipskristalle eingeschlossen wird. Da während der Kristallisation im Sand keinerlei Begrenzung vorhanden ist, können Sandrosen von beachtlicher Größe sein.


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Verwendung und Bedeutung

Neben dem Abbau als Gipsquelle werden Sandrosen als Dekorationsobjekt sowie als Chakrastein und Heilstein angeboten, ohne dass die Heilwirkung von Sandrosen in wissenschaftlichen Untersuchungen belegt wurde.


Siehe auch:
Pseudofossilien
Bonifatiuspfennige
Moqui-Marble


Quellen:
Schumann, W. (1991): Mineralien Gesteine – Merkmale, Vorkommen und Verwendung. BLV Naturführer. BLV Verlagsgesellschaft mbH München*
Okrusch, M. und S. Matthes (2009): Mineralogie: Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde. Springer Verlag Berlin Heidelberg*
Pellant, C. (1994): Steine und Minerale. Ravensburger Naturführer. Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH*
- www.mindat.org/min-1268.html

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Letzte Aktualisierung: 18. Januar 2019

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